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Die Erforschung erneuerbarer Energien braucht eine globale Perspektive und Förderung

10.11.2004


Neuer Tagungsband zeigt Rolle der Forschung und Bildung für eine weltweite Verbreitung erneuerbarer Energien

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»FVS »Luft- und Raumfahrt

Der ForschungsVerbund Sonnenergie (FVS) hält eine prioritäre Behandlung der Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien innerhalb der Energieforschung in den laufenden Haushaltsverhandlungen mit der Bundesregierung für erforderlich. Denn um die wachsende Weltbevölkerung nachhaltig mit Energie versorgen zu können und die weltweiten Klimaschutzziele zu erreichen, ist eine Technologieoffensive notwendig, die den Einführungsprozess erneuerbarer Energien beschleunigt.

Im Rahmen der internationalen Konferenz renewables2004 in Bonn veranstaltete der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) am 1. Juni 2004 das Science Forum, auf dem Wissenschaftler und Politiker aus Europa, Afrika, Asien und Amerika die Rolle der Forschung und Ausbildung für eine weltweite Verbreitung regenerativer Energien diskutierten. Die Beiträge sind im soeben erschienenen englischsprachigen Tagungsband veröffentlicht unter dem Titel: "Networked Knowledge for Renewable Energies".


Bisher waren Forschung und Entwicklung bei der Verbreitung erneuerbarer Energietechnologien nur unzureichend in die internationale Entwicklungszusammenarbeit eingebunden. Damit diese Technologien in Zukunft aber erfolgreicher exportiert und angewendet werden, ist ein neues Niveau der Zusammenarbeit notwendig: Es muss sowohl ein breites Umweltbewusstsein gefördert als auch die Kenntnis über die Nutzung und Möglichkeiten erneuerbarer Energien durch einen weltweiten Bildungsprozess verbreitet werden. Die Anwenderländer müssen schon sehr frühzeitig in den Forschungs- und Entwicklungsprozess einbezogen werden, um ihre spezifischen Anforderungen einbringen zu können. Denn gerade die Technologien der erneuerbaren Energien müssen an sehr unterschiedliche Bedingungen in den verschiedenen Anwendungsländern angepasst werden. Es muss technisches Personal ausgebildet werden, um die Anlagen vor Ort zu warten und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese Erfahrungen vor Ort sollten in den Forschungsprozess wieder zurückgekoppelt werden. Außerdem müssen neue Finanzierungsmodelle gefunden und auch sozial-kulturelle Faktoren beachtet werden.

Die Ergebnisse des Science Forums sind Grundlage zur Errichtung einer internet-basierten Wissensvermittlung für Forschung und der Ausbildung im Bereich erneuerbarer Energien. Dieses Projekt wird zur Zeit als "Open University for Renewable Energies" (OPURE) vom FVS in Zusammenarbeit mit EUROSOLAR und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert.

Der Tagungsband ist kostenlos über die FVS-Geschäftsstelle zu beziehen und steht im Internet zum Download zur Verfügung.

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist eine Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute in Deutschland. Mit etwa 1000 Mitarbeitenden repräsentiert er ungefähr 80% der Forschungskapazität auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.
FVS-Mitgliedsinstitute:

  • DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
  • FZJ Forschungszentrum Jülich GmbH
  • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Freiburg
  • GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam
  • HMI Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH
  • ISFH Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal GmbH
  • ISET Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V.
  • ZSW Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg

Kontakt:
Petra Szczepanski
FVS-Öffentlichkeitsarbeit
Kekuléstraße 5, 12489 Berlin, Germany
Phone +49 (0)30/ 8062-1337
Fax +49 (0)30/ 8062-1333
E-mail: fvs@hmi.de

Petra Szczepanski | idw
Weitere Informationen:
http://www.FV-Sonnenenergie.de

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