Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rekordfahrt durch Europa: Brennstoffzellenauto Hysun erreicht nach 3000 Kilometern Fahrt Barcelona

27.09.2004


Das Brennstoffzellenfahrzeug Hysun 3000 hat nach 3.000 Kilometern Fahrt durch Europa am Donnerstag (23. September) Barcelona und damit sein Ziel erreicht. Mit einem Gesamtverbrauch von 3,3 Kilogramm Wasserstoff, was dem Energieäquivalent von 12 Litern Benzin entspricht, hat das Hysun-Team für eine Fahrt auf öffentlichen Straßen Maßstäbe gesetzt.


Die Reise führte in 12 Tagesetappen von Berlin über Schwerin, Hamburg, Osnabrück, Amsterdam, Köln, Mainz und Freiburg nach Frankreich. Dort waren Besançon, Lyon, Avignon, Marseille und Montpellier die Stationen, ehe schließlich Perpignan und das Ziel Barcelona erreicht wurden. Insgesamt legten die alle zwei Stunden wechselnden Fahrer die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 40 Kilometern pro Stunde zurück. Während der Reise musste der 1,8 Kilogramm gasförmigen Wasserstoff fassende Tank nur einmal neu befüllt werden. Der Gesamtverbrauch lag bei 1,1 Gramm Wasserstoff pro Kilometer. Das entspricht einem Verbrauch von rund 0,4 Litern Benzin pro 100 Kilometer.

Die technischen Schwierigkeiten mit dem von einer Ballard-Brennstoffzelle mit einer Leistung von 1200 Watt mit Energie versorgten Elektrofahrzeug waren geringer als gedacht, erklärt Pressesprecher Jörg Schweigard. Nur am ersten Reisetag habe es Probleme mit der Elektrik gegeben, sonst hat das dreirädrige Gefährt stets zuverlässig sein Tagesziel erreicht.


Die Resonanz der Öffentlichkeit auf den jeweiligen Etappen war "riesig", erklärt Schweigard: "Wir sind auf großes Wohlwollen gestoßen." Auch damit hat das Projekt eines seiner Ziele erreicht, nämlich für die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie zu werben und deren Alltagstauglichkeit zu beweisen. Hinter dem Projekt Hysun 3000steht eine Gruppe von Ingenieuren, Technikern, Designern und Journalisten, die in ihrer Freizeit seit mehr als drei Jahren an der Entwicklung und dem Bau des Rekordfahrzeuges arbeiten. Ein Teil der Teammitglieder sind bei dem Brennstoffzellenhersteller Ballard im schwäbischen Nabern beschäftigt und bringen schon von daher das entsprechende technische Know-How mit.

"Wir haben sehr viel gelernt und viele neue Erkenntnisse gewonnen", blickt Schweigard auf die Entwicklungszeit und die nun erfolgreich beendete Reise zurück. Dieses Wissen soll nicht im Verborgenen bleiben: "Wir stellen alle Erfahrungen der Öffentlichkeit zur Verfügung."

Ulrich Dewald | Initiative Brennstoffzelle
Weitere Informationen:
http://www.hysun.de

Weitere Berichte zu: Brennstoffzellenauto Gesamtverbrauch Wasserstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie