Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was Solaranlagen leisten

11.12.2000


... mehr zu:
»Solaranlage »Solarmodul »Solarzelle
Solarstrom ist attraktiv - jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde wird mit 99 Pfennigen vergütet. Die geplante Leistung einer Solaranlage stimmt mit der realen oft nicht überein. Fraunhofer-Forscher
können exakt vorhersagen, was die Anlage leisten wird.

Solarstrom erlebt einen neuen Boom, seit jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde mit 99 Pfennigen vergütet wird. Doch so mancher hat schon eine böse Überraschung erlebt, wenn er die tatsächliche Leistung seiner Solaranlage auf dem heimischen Dach mit den Angaben des Anlagenbauers verglich - sie lag teilweise bis zu 20 Prozent unter der prognostizierten. Für den Anlagenbauer ein teures Vergnügen. Denn er muss entweder von vornherein eine zu große Anlage planen oder eine erhebliche Strafe in Kauf nehmen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE kann hier Abhilfe schaffen: Die Freiburger Solarforscher betreiben eines der führenden Messlabors für Photovoltaik weltweit und können exakt vorhersagen, was eine Anlage leisten wird.

»Wir vermessen alle relevanten Arten von Solarzellen oder Solarmodulen - ob Silizium, farbstoffsensibilisiert, Dünnschichttechnik oder Mehrfach-Solarzellen«, fasst Dipl.-Ing. Ulf Groos zusammen. »Außerdem bieten wir Herstellern von Solarzellen und Modulen kalibrierte Referenzzellen und effiziente Messtechnik an, die ihnen die Qualitätssicherung gleich in der Produktion ermöglichen und die Grundlage für Leistungsgarantien sind.« Referenzzellen sind nichts anderes als Solarzellen, die besonders genau vermessen wurden. Dafür müssen die Forscher die Sonne nachbilden. Das ist nicht einfach, denn Kunstlicht und Sonnenlicht verhalten sich in der Regel verschieden. Ein wichtiger Faktor für die Dimensionierung von Solaranlagen ist, zusätzlich den Wirkungsgrad im Freilandversuch zu bestimmen. Dieser unterscheidet sich zum Teil erheblich von den im Labor ermittelten Werten. Zudem verschaffen Abnahme- und Betriebsmessungen Gewissheit über die Leistungsfähigkeit der Anlage.

Solarzellen produzieren in den verschiedenen Wellenlängenbereichen des Lichts, unterschiedlich viel Strom. Um festzustellen, welche Leistung eine Solarzelle liefert, wird sie zusammen mit einer passenden Referenzzelle mit einer sonnenähnlichen Lichtquelle bestrahlt. Anschließend wird jeweils der Stromfluss gemessen und miteinander verglichen. Dank dieser Ergebnisse weiß der Hersteller nun, was seine Anlage leisten wird. Das ISE CalLab wendet sich mit seinen kostengünstigen Mess- und Beratungsdienstleistungen direkt an Hersteller von Solarzellen, Solarmodulen und Anlagen. Das Angebot ist unter www.callab.de auch in einem e-shop zu finden.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Ulf Groos
Telefon: 07 61/45 88-2 02
Fax: 07 61/45 88-3 20 
groos@ise.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw

Weitere Berichte zu: Solaranlage Solarmodul Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE