Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Passwortmanager „MobileSitter“ jetzt auch für Android-Smartphones

10.03.2014

CeBIT 2014: Fraunhofer SIT zeigt clevere App, die Hacker verzweifeln lässt – neue Version jetzt auch für Android-Smartphones

Die beliebte MobileSitter-Password-App des Fraunhofer SIT gibt es jetzt auch für Android-Smartphones.


Gleichgültig, was man eingibt, der MobileSitter tut immer so, als habe er das richtige Masterpasswort erhalten.

Fraunhofer SIT

Der MobileSitter verwaltet Zugangsdaten auf dem Smartphone und schützt sie mit einem besonders angriffssicheren Verfahren: Bei jeder Masterpasswort-Eingabe, egal ob richtig oder falsch, zeigt der MobileSitter vermeintliche Zugangscodes an.

Das lässt Hacker verzweifeln. Der MobileSitter ist bei Google Play für 5,49 Euro erhältlich und läuft auf allen Smartphones mit dem Betriebssystem Android 4.0 oder neuer. Fraunhofer SIT stellt die Software erstmals auf der CeBIT vor, am Stand des Fraunhofer SIT (Halle 9, E40). Mehr Informationen unter www.mobilesitter.de.

Ein Passwortspeicher entspricht einem Schlüsselbund in der physischen Welt, nur dass Hacker diesen Schlüsselbund einfach kopieren können. Erst jüngst hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik einen großen Passwortdiebstahl aufgedeckt. Die Bedrohung durch Hackerangriffe wächst mit dem technischen Fortschritt.

Heute sind konventionelle Passwortspeicher vor Hackern nicht mehr sicher, selbst wenn sie starke Verschlüsselung einsetzen. Mit Wörterbuchangriffen können Hacker so innerhalb von Minuten an die geheimen Passwörter und PINs gelangen. Anders beim MobileSitter. 

Die App nutzt ein besonderes Verfahren, das sie besonders angriffssicher und gleichzeitig bedienungsfreundlich macht: Mit dem richtigen Masterpasswort kommt der Nutzer schnell und einfach an die Zugangscodes. Hacker verwirrt die App jedoch, denn der MobileSitter akzeptiert jede Eingabe und zeigt nie eine Fehlermeldung. Stattdessen zeigt er stets Zugangscodes an, die so aussehen, als ob sie richtig sein könnten.

Wird beispielsweise eine vierstellige PIN gespeichert, so wird die Software immer eine Zahlenkombination zwischen 0000 und 9999 ausgegeben. Hacker können so nicht erkennen, ob ihr Versuch erfolgreich war. Der rechtmäßige Nutzer hingegen erkennt anhand eines Bildes einfach und schnell, dass er sich nicht vertippt hat.

Nutzer der beliebten Schwester-Anwendung iMobileSitter für iOS können ihre Zugangsdaten einfach auf Android-Geräte portieren. Wie die iOS-Variante nutzt auch die neue MobileSitter-Version für die Verschlüsselung echte Zufallszahlen. Um die zu erzeugen, muss der Nutzer sein Smartphone einfach nur kräftig hin und her bewegen. Ein kurzes Schütteln und die Zugangsdaten des Nutzers sind sicher.

Entwickelt wurde der MobileSitter von Fraunhofer SIT. Mehr Informationen gibt es unter http://www.mobilesitter.de und im Google Play Store unter https://play.google.com/store/apps/details?id=de.fhg.sit.mobilesitter . Derzeit arbeiten die Entwickler an der Optimierung für Tablets.

Weitere Informationen:

http://www.mobilesitter.de

Oliver Küch | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2014:

nachricht Nachhaltigkeit mit Fokus – LZH auf der Hannover Messe 2014
24.03.2014 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Chancen der Telemedizin als Thema des IT-Planungsrates auf der CeBIT
13.03.2014 | Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2014 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie