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CeBIT 2014: Informatiker der Hochschule Darmstadt zeigen in Hannover fünf Forschungsprojekte

05.03.2014

Mit fünf Forschungsprojekten ist die Hochschule Darmstadt (h_da) am Gemeinschaftsstand hessischer Hochschulen auf der weltgrößten Informationstechnikmesse CeBIT in Hannover beteiligt. Vom 10. bis 14. März präsentieren sich die Projekte aus dem Fachbereich Informatik in Halle 9 an Stand C 24 im Rahmen des Technologie Transfer Netzwerk Hessen.

„Wheel Scout“: Mobile Navigation für Rollstuhlfahrende

Für Rollstuhlfahrende sind Rampen oder Treppenstufen oft unüberwindbare Hindernisse. Die App „Wheel Scout“ unterstützt sie bei der mobilen Navigation. Angezeigt wird, ob der Weg barrierefrei (grün), eingeschränkt barrierefrei (orange) oder nicht zu bewältigen ist (rot). Auch komplett neue Routen können eingetragen werden, Nutzerinnen und Nutzer können die App somit jederzeit erweitern.

Diese interaktive Funktionalität unterscheidet „Wheel Scout“ von bereits auf dem Markt befindlichen Orientierungssystemen. Für die Darstellung der Routen greift die App über eine technische Schnittstelle auf das Kartenprogramm „Open Street Map“ zu und nutzt hier die Funktionalität der so genannten „Points of Interest“, mit denen Sehenswürdigkeiten markiert werden. „Wheel Scout“ markiert hingegen Barrieren mit eigens dafür entworfenen Barriere-Symbolen.

Im „Wheel Scout“-Prototypen ist die Umgebung der Hochschule Darmstadt sowie die Stadt Rödermark inzwischen vollständig erfasst, über Kooperationen wird die App weiterentwickelt. In Hannover zeigt das Entwicklerteam um Prof. Dr. Bettina Harriehausen-Mühlbauer den Prototypen.

„SECCO“: Sicherer Identitätsnachweis am Telefon

Der mobile Telefondienst „Secure Call Authentication“ (SECCO) ermöglicht sichere und rechtsverbindliche Geschäfts- und Verwaltungsprozesse per Telefon. „SECCO“ wurde speziell für Smartphones entwickelt und gewährleistet einen zuverlässigen und gegenseitigen Identitätsnachweis per Telefon. Die Technik nutzt die elektronische Identitätsfunktion (eID) des neuen Personalausweises, mit der sich die Gesprächsteilnehmer gegenseitig authentifizieren.

Das Auslesen der eID erfolgt drahtlos und verschlüsselt über eine Schnittstelle im Smartphone. Zudem wird auch der Sprachkanal verschlüsselt. Zielgruppe sind zunächst Unternehmen im Segment Informations- und Kommunikationstechnologie, Unternehmen in der Finanzwirtschaft wie Banken und Versicherungen sowie Behörden. SECCO wird aktuell über das EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert.

Am Stand führt das Forscherteam um Prof. Dr. Michael Massoth den Prototypen vor. Auch das BMWI hat das h_da-Forschungsprojekt in seine Messepräsenz integriert (Stand E 24).

„AChord.im“: Sicher chatten

Chat-Programme wie „Whats App“ werden massenhaft genutzt. Doch fortlaufende Enthüllungen über Datenmissbrauch haben Zweifel an Kontrolle, Vertraulichkeit und Integrität der eigenen Kommunikation gesät. „AChord.im“ ist ein offenes, plattformunabhängiges und dezentrales Instant-Messenger-System, das Nachrichten, Bilder und Dokumente „Ende-zu-Ende-verschlüsselt“ und damit abhörsicher überträgt, um den Schutz der Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer zu erhöhen.

Der Datenaustausch innerhalb von Unternehmen oder Organisationen ist abgeschottet von öffentlichen Servern und Verbindungen möglich. Dies ist möglich, da jede Nachricht nicht nur verschlüsselt, sondern vor der Übertragung in kleine Teile gesplittet und auf unterschiedliche Knoten eines P2P Netzes übertragen wird. So erhält kein Server die ganze Nachricht – ein Abhören ist nicht möglich. Nur der Empfänger der Nachricht kann die einzelnen Teile zusammenfügen, entschlüsseln und auf seinem Gerät lesen. Auf der CeBIT zeigt das Studierendenteam um Prof. Dr. Alois Schütte „AChord.im“-Apps für die Betriebssysteme iOS und Android sowie für den PC.

„SpellJS“: Universelle Lösung für Spieleentwickler

Entwickler von Spielen und interaktiven Anwendungen im Internet stehen bislang vor der Problematik, dass sie ihre Produkte für unterschiedliche Betriebssysteme, Browser und Plattformen anpassen müssen. Die „Spell JS“-Technologie schafft hier universell Abhilfe. Sie ermöglicht es, dass einmal erstellte Spiele und interaktive Anwendungen automatisch auf allen Systemen und Plattformen einsatzfähig und auch als App vermarktbar sind.

Der Entwicklungsaufwand reduziert sich hierdurch deutlich. „Spell JS“ wurde von drei Absolventen aus dem Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt entwickelt. Inzwischen haben sie das in Darmstadt ansässige Startup-Unternehmen „Spielmeister GmbH“ gegründet. „Spell JS“ ist bereits am Markt und vergrößert aktuell seinen Kundenstamm.

„Smart Home / extended“: Das intelligente Haus via Smartphone steuern 

Mit Hilfe intelligenter Technologien lassen sich „smarte“ Häuser oder Wohnungen von allen Orten der Welt aus technisch überblicken. Ziel des Projekts „Smart Home / extended“ ist die Entwicklung einer App, mit deren Hilfe die Steuerung und Überwachung der heimischen Technik-Infrastruktur via Smartphone oder Tablet-PC von überall aus möglich ist. In Hannover informiert das Projektteam um Prof. Dr. Michael Massoth über den aktuellen Entwicklungsstand.

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsstand „Hessische Hochschulen“ auf der CeBIT finden Sie anbei.

Fachliche Ansprechpartner für die Medien

Hochschule Darmstadt
Fachbereich Informatik
Schöfferstraße 8b D-64295 Darmstadt

Prof. Dr. Bettina Harriehausen-Mühlbauer (Projekt Wheel Scout)
Tel +49.6151-16-8485
Mail bettina.harriehausen-muehlbauer@h-da.de

Andreas Plies, M.Sc. (Projekt Smart Home / extended)
Tel +49.6151-16-7905
Mail andreas.plies@h-da.de
Web www.trusted-telephony.de

Prof. Dr. Alois Schütte (Projekt AChord.im)
Tel +49.6151-16-8435
Mail alois.schuette@h-da.de
Web http://achord.im/

Torsten Wiens, M. Sc. (Projekt SECCO)
Tel +49.6151-16-7905
Mail torsten.wiens@h-da.de

Julian Haupt (Projekt Spell JS)
Tel +49.6151-629467-0
Mail jh@spielmeister.com
Web www.spelljs.com

Weitere Informationen:

http://www.trusted-telephony.de
http://www.spelljs.com
http://www.ttn-hessen.de

Simon Colin | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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