Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT 2008: "Wann habe ich finanziell ausgesorgt?"

21.02.2008
Wissenschaftler der Universität des Saarlandes entwickeln ein Baukastensystem zur IT-gestützten persönlichen Finanzplanung - unabhängig von Banken und Versicherungen

Jeder träumt davon, irgendwann im Leben über so viel Kapital zu verfügen, dass man das restliche Leben ohne Einnahmen aus Arbeit finanzieren kann. Ob man diesen Zeitpunkt der finanziellen Freiheit jemals erreichen wird, können jetzt Wissenschaftler der Universität des Saarlandes berechnen.

Sie haben eine komplexe Software zur persönlichen Finanzplanung entwickelt, die alle möglichen Faktoren wie Aktienkauf, Immobilienbesitz, Ausbildungskosten, Teilzeitarbeit oder Rente einbezieht. Einen Prototyp der Software Life Charts stellen Mitarbeiter des Lehrstuhls für Informations- und Technologie-management auf der CeBIT 2008 in Hannover vom 4. bis 9. März am saarländischen Forschungsstand (Halle 9, Stand B 35) vor.

Bei dem persönlichen Finanz-Check wird zuerst eine Momentaufnahme der finanziellen Situation eines Privathaushaltes gemacht. Dann wird erarbeitet, wie die Finanzen auf eine stabile Basis gestellt werden können und wie die Vorsorge für die Zukunft aussehen sollte. Dabei werden auch Themen wie Steuern, Vermögensaufbau und Portfoliooptimierung analysiert. In einem weiteren Schritt geht es darum, die planmäßige Umsetzung dieser Vorgaben zu überwachen. Die Ziele in der persönlichen Finanzplanung kann jeder ganz individuell festlegen: Der risikofreudigere Spielertyp wird sein Vermögen anders verwalten als der eher auf Sicherheit bedachte Familienvater. Die Life Charts - Software kann hierfür flexibel angewendet werden: Konten-bewegungen werden automatisch eingelesen, aktuelle Kurse und Daten beispielsweise von Depotbanken und Versicherungen können online in die Analyse einbezogen werden.

Das Beratungssystem Life Charts ist wie ein Baukasten angeordnet, der individuell auf die Fragestellungen einer Person zugeschnitten werden kann. Jedes fachliche Modul der persönlichen Finanzplanung wird als Softwarekomponente bereitgestellt. In einem webbasierten Prototyp werden diese Softwarekomponenten als Web Services implementiert und können flexibel zusammengesetzt werden. Dadurch kann das System direkt an Geschäftsprozesse und neue Dienstleistungen angepasst werden. Sowohl Handlungsempfehlungen für Wertpapiere als auch der Vergleich von Finanzprodukten können als Komponenten integriert werden. Das System kann dann simulieren und analysieren, wie sich eine Entscheidung auf die finanzielle Situation auswirkt.

In Kooperation mit der Subsembly GmbH aus München können per Onlinebanking Konten- und Depotdaten über die Bankenstandards FinTS und HBCI mit aktuellen Sicherheitsverfahren abgefragt und in die Finanzplanung mit Life Charts integriert werden. Um an jedem Ort über die aktuelle finanzielle Situation informiert zu sein, wird Life Charts Mobile für Smartphones und Pocket PCs entwickelt. Die Einbindung der .NET Klassenbibliothek Subsembly FinTS API erlaubt es, gerade in kritischen Börsenphasen den Depotbestand stets im Blick zu haben. Die Integration von Mobile Brokerage in Life Charts bildet die Grundlage, um ad hoc auf Kauf- und Verkaufsignale reagieren zu können. Individuell definierbare Anlagestrategien lassen sich so mit Hilfe des mobilen Wertpapierhandels zu aktuellen Kursen realisieren.

Die von saarländischen Wissenschaftlern entwickelte Life Charts - Software ermöglicht eine persönliche Finanzplanung unabhängig von Banken und Versicherungen. Sie ist für Vermögensberater, Steuerberater sowie Mitarbeiter von Banken, Sparkassen und Versicherungen gedacht, kann aber auch von Privatpersonen genutzt werden. Life Charts kann außerdem im öffentlichen Sektor als Schulungssoftware eingesetzt werden, um die persönliche Finanzplanung anschaulich zu vermitteln. Die als Forschungsprojekt entstandene Software Life Charts will fachlich und technologisch innovative Konzepte transportieren, welche die Grundlage für marktfähige Produkte bilden.

Fragen beantworten Ihnen:

Projektleiter Dipl.-Inform. Benjamin Olschok
Lehrstuhl für Informations- und Technologiemanagement
Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-4558
Email: bjo@itm.uni-sb.de
Friederike Meyer zu Tittingdorf
Kompetenzzentrum Informatik der Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-58099
CeBIT-Stand: Tel. 0511/8959-7083
Email: presse@cs.uni-sb.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.informatik-saarland.de
http://www.uni-saarland.de/de/profil/veroeffentlichungen/campus

Weitere Berichte zu: Finanzplanung Softwarekomponente

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2008:

nachricht Verbesserte Diagnostik von Herzrhythmusstörungen
10.03.2008 | Vitaphone GmbH

nachricht Professionelles Drucken für Windows Server 2008
10.03.2008 | ThinPrint GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2008 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie