Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hier sprießen Innovationen: Der "future parc" auf der CeBIT 2008

21.02.2008
Wie aus Forschungsprojekten echte Innovationen werden - das zeigt die CeBIT vom 4. bis 9. März 2008 im "future parc". In Halle 9 geben Universitäten, Fachhochschulen, führende internationale For­schungsinstitute und junge Nachwuchsunternehmen Einblicke in die digi­tale Welt von morgen.

Eröffnet wird der "future parc" am ersten Messetag von Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und dem gerade ausgezeichneten Nobelpreisträger für Physik, Prof. Dr. Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich. "In keinem anderen Bereich werden so viele Innovationen geboren wie in der Informations- und Kommunikati­ons­technologie.

Prof. Grünbergs Erfolge sind ein gutes Beispiel dafür, dass Forschung anwendungsnah sein kann und sich am Ende auszahlt. Ohne seine Grundlagenforschung wären die heutigen Computerfestplatten nicht denkbar. Wir freuen uns daher sehr, ihn in diesem Jahr als Eröff­nungsredner des 'future parc' und für die anschließende Podiumsdiskus­sion begrüßen zu dürfen", verrät Ernst Raue, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe Hannover hauptverantwortlich für die CeBIT.

"Kluge Köpfe für Innovation" lautet das Motto der Auftaktdiskussion zu der neben Prof. Grünberg auch Prof. Hans-Jörg Bullinger von der Fraunho­fer Gesell­schaft, der Ministerialdirektor des Bundesministeriums für Bil­dung und Forschung (BMBF), Dr. Wolf-Dieter Lukas, Christopher Schläffer, Deutsche Telekom Laboratories, und Prof. Wolfgang Wahlster vom Deut­schen For­schungszentrum für Künstliche Intelligenz auf dem Podium erwartet werden. Im offenen Gespräch wollen die Experten eine erste Zwischenbi­lanz des Forschungsförderprogramms "IKT 2020" des BMBF ziehen. Das Programm zielt darauf ab, die Spitzenstellung Deutsch­lands im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien zu festigen und auszubauen.

... mehr zu:
»BMBF »ERMA

Den Gedanken der klugen Köpfe folgen im "future parc" handfeste Belege. Die zahlreichen Anwendungen und Produkte, die dort zu sehen sein werden, machen die Innovationskraft spürbar, die von der CeBIT 2008 ausgeht.

Wie Mensch und Maschine einander besser kennen lernen

Das Institut für Kognitionswissenschaften und Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück stellt mit "Good Gaze" beispielsweise eine Applika­tion vor, die binnen weniger Sekunden die wichtigsten Bereiche einer Webseite oder Werbeanzeige bestimmt. Diese auf neurowissenschaftli­chen Studien basierenden Echtzeit-Analysen können direkt in einen Designprozess integriert werden.

Ähnlich einfühlsam agiert "Nepomuk", eine Anwendung des Forschungs­zentrums L3S der Uni Hannover. "Nepomuk" versucht, die Bedeutung der Daten eines Computers zu erkennen, um einen so genannten "Semantic Desktop" zu ermöglichen. Infos aus E-Mails, Briefen oder auch Websites werden sinnvoll miteinander verknüpft, um effizienter nach persönlichen Informationen suchen zu können.

Doch Computer interpretieren nicht nur unsere E-Mails, sie haben auch Musik im Blut. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientech­nologie in Ilmenau stellen im "future parc" eine Software vor, die eine Playlist aus beliebigen MP3-Sammlungen zusammenstellt. Der Clou: passend zur Stimmungslage - des Menschen, nicht des Computers.

Informationstechnologie zum Wohle des Menschen

Computer können weit mehr als unterhalten - gerade im "future parc" auf der CeBIT 2008 wird dies deutlich. Ein Beispiel: "Electronic Risk Management Architecture" oder einfach nur ERMA nennen die Wissen­schaftler des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT in St. Augustin ihre neue Krisenmanagement-Plattform. ERMA hilft, Rettungsmaßnahmen im Falle einer Katastrophe gezielt zu steuern und betroffene Bürger aktuell zu informieren.

Von Herzen gönnt man der Berlin Heart GmbH ihren Erfolg, den sie gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik im "future parc" präsentiert: ein Testsystem, das Herz­unterstützungssysteme prüft und ihren fehlerlosen Betrieb sicherstellt. Damit ist der "future parc" nicht nur am Puls der Zeit, sondern auch an dem des Menschen.

Anne-Kathrin Seibt | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: BMBF ERMA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2008:

nachricht Verbesserte Diagnostik von Herzrhythmusstörungen
10.03.2008 | Vitaphone GmbH

nachricht Professionelles Drucken für Windows Server 2008
10.03.2008 | ThinPrint GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2008 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie