Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flachbild-Fernseher mit großzügigem Display sind begehrter denn je

06.02.2008
CeBIT bietet zahlreiche Unterhaltungselektronik-Neuheiten / gfu: 2008 werden mindestens 5,3 Millionen Flatscreen-TV-Geräte verkauft / Verbraucherschutz-Organisation: Neue Technik zuverlässiger als Röhren

Groß, schön, scharf: So wünschen sich die meisten Deutschen ihren neuen Fernseher. Nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) machen HDTV-taugliche Modelle, die am Qualitätssiegel "HD ready" oder "Full HD" erkennbar sind, bereits 95 Prozent der Umsatzerlöse mit Fernsehgeräten aus.

Dabei geht der Trend zu immer größeren und besser ausgestatteten Produkten, die durchaus auch etwas kosten dürfen: Laut gfu lag der Durchschnittspreis aller verkauften Fernseher im Jahr 2007 bei 764 Euro. Nachdem im letzten Jahr gut 4,4 Millionen Flat-TVs abgesetzt werden konnten, sagt die gfu für 2008 rund 5,3 Millionen Verkäufe voraus.

Auch Michael Langbehn, Manager Trade Marketing bei Panasonic, glaubt an weitere starke Zuwachsraten in diesem Segment: "Bei einer Haushaltsabdeckung von deutlich unter 50 Prozent ist der Umstieg von der Röhre aufs Flachbild in vollem Gange." Nach Schätzungen des BITKOM wird der Anteil der mit einem HD-Fernseher versorgten Haushalte bis 2010 auf 47 Prozent steigen.

Auf der CeBIT vom 4. bis 9. März sind interessante Flatscreen-Neuheiten zu sehen. So zeigt beispielsweise Toshiba seine beiden aufregend schönen "Picture Frame"-Modelle 40ZF355D und 52ZF355D mit üppigem 40- bzw. 52-Zoll-Bildschirm und Full-HD-Auflösung. Bei beiden Geräten ist der Rahmen um das LCD-Display mit zwei Zentimetern rekordverdächtig schmal.

Flüssigkristall- und Plasma-Schirme sind aber nicht nur schöner, sondern auch weniger reparaturanfällig als Röhrenfernseher. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der amerikanischen Verbraucherorganisation Consumer Reports. Demnach weisen nur drei Prozent der Flachbild-Displays in den ersten drei Jahren einen Defekt auf, während es bei den klassischen Röhrengeräten 18 Prozent sind. Doch auch im High-Definition-Zeitalter gibt es noch Raum für Verbesserungen: Besonders hochwertige Flachbild-Fernseher tragen das Technik-Kürzel "24p". Damit signalisieren sie, dass sie mit einer Frequenz von 24 Vollbildern pro Sekunde arbeiten und Filme von hoch auflösenden Blu-ray-Discs oder HD DVDs in echter Kinoqualität präsentieren.

Um Fernsehsendungen in HD-Qualität zu genießen, bedarf es zudem einer entsprechenden Set-Top-Box oder eines HDTV-Receivers, wie ihn etwa TechniSat auf der CeBIT präsentiert: Der DigiCorder HD S2 des deutschen Unternehmens ist ein digitaler Sat-Receiver mit Festplatte und 160 oder 500 Gigabyte Aufnahmevolumen. Außerdem zeigt TechniSat mit dem HDTV 46 einen 46-Zoll-Full-HD-Fernseher mit HDTV-Multi-Tuner und integrierter 500-GB-Festplatte.

Auf der CeBIT gibt es auch Entertainment-Neuheiten im Taschenformat zu entdecken. Im Trend liegen vor allem portable Multimedia-Player (PMPs), die Videos, Bilder und Musikdateien in allen erdenklichen Formaten wiedergeben können. So stellt Transcend sein elegantes Modell T.sonic mit hoch auflösendem Farbbildschirm und acht Gigabyte Speicher vor. Für alle, die ihren Musikspaß gern mit anderen teilen, gibt es auf der Messe schick gestylte Bluetooth-Lautsprecher zu sehen, die moderne Musikhandys zur drahtlosen Stereoanlage machen. Eine besonders originelle Lösung kommt von Hama: Das "Twiddle"-Soundsystem ist gerade mal so groß wie eine Getränkedose und verfügt über zwei chromfarbene Lautsprecher-Röhren, die sich für die optimale Wiedergabe in zwei Richtungen drehen lassen.

CeBIT gibt den Startschuss für die drahtlose USB-Zukunft

Eine regelrechte Revolution bahnt sich in Hannover unter dem Kürzel UWB an: Nachdem die Bundesnetzagentur im Januar die nötigen Frequenzen zwischen 30 Megahertz und 10,6 Gigahertz freigegeben hat, beginnt die Vermarktung der Ultra-Wideband-Technologie zum schnellen, kabellosen Datentransfer über kurze Strecken. Dabei dient UWB vor allem als Basis für die drahtlose USB-Schnittstelle (Wireless USB) und erreicht Übertragungsraten von 480 Megabit pro Sekunde. So lassen sich schon bald HiFi-Bausteine, PCs mit Peripheriegeräten oder komplette IT-Systeme verbinden - ganz ohne Kabelstress.

Zu den ersten Firmen, die Wireless USB auf der CeBIT zeigen, zählen D-Link und Belkin. Das Starter-Kit DUB-9240 von D-Link ermöglicht zum Beispiel die Bild- oder Videoübertragung von einer Digitalkamera auf den Fernseher. Darüber hinaus wird der neue HD-Media-Player DSM-510 zu sehen sein, der hoch auflösende Videos und Internet-Inhalte auf die Heimkino-Anlage überträgt. Belkin bringt nach eigenen Angaben den ersten CE-zertifizierten, kabellosen USB-Hub auf den europäischen Markt.

Die digitale Vernetzung schreitet also unaufhaltsam voran. Schon in vier Jahren, prognostiziert der BITKOM in seiner Trendstudie "Die Zukunft der digitalen Unterhaltungselektronik", werden hierzulande 90 Prozent des Umsatzes im Bereich Consumer Electronics mit digitalen Produkten gemacht. Die CeBIT 2008 ist ein wichtiger Markstein auf dem Weg dorthin.

Gabriele Dörries | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: Fernseher Flachbild-Fernseher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2008:

nachricht Professionelles Drucken für Windows Server 2008
10.03.2008 | ThinPrint GmbH

nachricht Verbesserte Diagnostik von Herzrhythmusstörungen
10.03.2008 | Vitaphone GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2008 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE