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Wissen was läuft: Fraunhofer-IITB auf der CeBIT

03.02.2005


Automatisch erstellter Bildteppich aus einem Kameraschwenk. Fraunhofer IITB mit freundlicher Genehmigung der EMT


Wärmebild einer, aus einem Hubschrauber aufgenommenen, Person


Auf der CeBIT 2005 vermittelt der Stand der Fraunhofer-Gesellschaft wieder einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 9 B36 zeigen insgesamt 12 Fraunhofer-Institute Entwicklungen und Pilotanwendungen zu den 4 Megatrends Health, Mobility, Safety & Security und Digital Media.


Das Fraunhofer IITB, innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ein Schwerpunkt-Institut für die automatische Bildauswertung, zeigt eine Prototyp-Entwicklung aus dem Bereich Safety & Security für die Verarbeitung verschiedenster Videobilder zur Aufklärung, Überwachung und Objektverfolgung.

Mit m3motion wird eine integrierte, echtzeitfähige und automatische Bildverarbeitung für verschiedene Video-Sensoren (visuell-optisch, thermisch Infrarot) ermöglicht. Der besondere Fokus liegt hierbei auf Kamerasystemen, die nicht stationär fest montiert, sondern selber frei beweg- und schwenkbar sind. So z. B. für Aufnahmen, die aus einem Fahrzeug heraus, von einem Hubschrauber oder einer laufenden Person aufgenommen werden. Gleich 3 Aufgaben können mit dieser Technologie bewältigt werden:


Automatische Bildteppichgenerierung

(Bildmosaik, Panoramabilder)
Aus Kameraschwenks gewonnene Szenen werden automatisch, in Echtzeit und mit sehr hoher Präzision zu einem Bildmosaik zusammengesetzt. So lassen sich z. B. perfekt passgenaue Panoramen großer Gelände oder Landschaften erzeugen.

Bildstabilisierung

Durch Schätzung der Eigenbewegung des Aufnahmesensors lässt sich, ebenfalls in Echtzeit und mit hoher Präzision, ein Verwackelungseffekt unterdrücken und das Bild stabilisieren. Zusätzlich kann durch Stapelung mehrerer Einzelbilder aus einer filmischen Sequenz nachträglich die Auflösung einer bestimmten Momentaufnahme verbessert werden. Man denke hier an Aufnahmen von Überwachungskameras an Bankautomaten, die mit sehr niedrigen Frame-Raten operieren.

Moving Target Indicator

Erkennung und automatische Verfolgung von bewegten Objekten (Personen, Fahrzeuge, etc.) von einem bewegten Sensorträger (z. B.) aus einem Hubschrauber, auch wenn das verfolgte Objekt kurzzeitig aus dem sichtbaren Bereich verschwindet, z. B. in einem Tunnel oder unter Bäumen. Alle nicht relevanten Elemente werden dabei automatisch ausgeblendet und erlauben dadurch eine störungsfreie Konzentration auf das eigentliche Objekt.

Die Entwickler sehen Anwendungsbereiche sowohl für private Anwender wie auch für professionelle Filmproduzenten, Aufklärungs- und Überwachungs- sowie kriminaltechnische Aufgaben.

Ansprechpartner:

Dipl.-Inform. Markus Müller
Fraunhofer IITB Karlsruhe
Tel. +49 (0) 7 21 / 60 91 - 2 50
markus.mueller@iitb.fraunhofer.de

Dipl.-Ing. Sibylle Wirth | idw
Weitere Informationen:
http://www.iitb.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Hubschrauber Präzision Safety Security Überwachung

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