Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chemieparks: Woher der Strom kommt und wohin die Abfälle gehen

18.03.2010
Was für das eine Unternehmen Abfall ist, mag für ein anderes ein wertvoller Rohstoff sein. Wiederaufbereitung steht daher hoch im Kurs.

So lassen die Betreiber von Chemieparks Lösungsmittelreste sammeln und recyceln. Die Februarausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" nimmt deutsche Chemieparks unter die Lupe und berichtet über das Recycling, den Anlagenbau und über neue Formen der Energiegewinnung.

Mehr als eine Million Tonnen Sonderabfälle und Reststoffe hat einer der größten deutschen Chemieparks, Chempark in Nordrhein-Westfalen, im Jahr 2008 beseitigt und zum Teil verwertet. Die beteiligten Unternehmen stellen ihre Verwertungsanlagen dafür zur Verfügung, der Chemieparkbetreiber verwaltet deren Kapazitäten: Ein Drehrohrofen gewinnt Iod, eine Säurespaltanlage verarbeitet Schwefelsäureabfälle, und die Kabelverwertung trennt den Kupferkern vom Kabelmantel. Was nicht mehr fürs Recycling taugt, ist immer noch zur Energieerzeugung gut: Die Sonderabfallverbrennungsanlage erzeugt Dampf für die Produktion.

Auch Biomasse soll in Zukunft in deutschen Chemieparks eine größere Rolle spielen: Der Chemiepark Leuna in der Region Leipzig-Halle wird demnächst aus Biomasse Chemikalien und Düngemittel herstellen. Der so nicht verwertbare Rest erzeugt dann Energie.

Hin und wieder muss ein Unternehmen seine Produktionsanlage während des laufenden Betriebs erweitern oder umbauen, um sie beispielsweise auf umweltfreundlichere Techniken umzurüsten. Dann helfen die Chemieparkbetreiber. Sie sind oft nicht nur Verwalter, sondern auch Experten, die mit Standortkenntnissen und Ingenieurswissen den Unternehmen zur Seite stehen. Im Chemiepark Knapsack bei Köln rüstete man eine Produktionsanlage um, die Chlor und Natronlauge jetzt mit einer umweltverträglicheren Technik herstellt.

Ein Chemiepark ist wie eine kleine Stadt mit eigenen Straßen, Entsorgungssystemen und Verwaltung auf einer Gesamtfläche von mehreren Quadratkilometern. Die Februarausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" zeigt deutsche Chemieparks detailliert. Die PDF-Datei der Beiträge gibt es bei der Redaktion der "Nachrichten aus der Chemie" unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den "Nachrichten aus der Chemie" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.

Dr. Ernst Guggolz | GDCh
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/nachrichten
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2010/h02_10.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht 'Fix Me Another Marguerite!'
23.06.2017 | Universität Regensburg

nachricht Schimpansen belohnen Gefälligkeiten
23.06.2017 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften