Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biozahl 2007 zum Int. Tag der Artenvielfalt: Nur 1/4 der Deutschen kennt den Begriff Biodiversität

21.05.2007
Der Kompetenzverbund Biodiversität Frankfurt, dem 12 führende Institutionen aus Forschung, Bildung, Entwicklung und Naturschutz angehören, nominiert seit 2006 jährlich die "Biozahl", die auf die herausragende Bedeutung der biologischen Vielfalt hinweist.
Die Biozahl 2007 lautet "25,7%". Sie ergibt sich aus einer bundesweiten Umfrage im April 2007, in der die Bekanntheit des Begriffs "Biologische Vielfalt" (Biodiversität) und seine Bedeutung für den Menschen ermittelt wurde.

Neben dem Klimaschutz ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt der Erde (Biodiversität) eine der zentralen Herausforderungen, die die Staatengemeinschaft bereits 1992 beim Weltgipfel von Rio gemeinsam anerkannt hat.

Nur wenn es uns gelingt, die Vielfalt der Arten, Gene und Lebensräume zu erhalten, behalten wir auch die Chancen, neue Arzneiwirkstoffe und Erkenntnisse zur Bionik zu gewinnen und Nahrungsmittel aus einem biologischen Ressourcenangebot zu nutzen, das auch unter veränderten klimatischen Bedingungen ertragreich und vielfältig bleibt. Zudem ist die biologische Vielfalt eine wesentliche Grundlage für das Funktionieren von Ökosystemen.

Doch nur ein Viertel aller Deutschen kann die Begriffe "Biodiversität" oder "Biologische Vielfalt" dieser fundamentalen Bedeutung zuordnen. Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage hat das Netzwerk BioFrankfurt im April 2007 rund 2000 Personen in Deutschland ab 14 Jahren befragen lassen, von denen 74,3% diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen haben. Das Ergebnis ist weitgehend unabhängig von Alter, Geschlecht oder Wohnort, nur beim Grad der Schulbildung zeigen sich Unterschiede: Gymnasialabgänger haben eine höhere Trefferquote.

Mit einer Auswahl von Erklärungen konfrontiert, entschieden sich immerhin 52,6% der Befragten für die richtige Definition, nach der "Biodiversität" die gesamte Vielfalt der Arten, Gene und Ökosysteme beschreibt. 29,6% vermuteten hinter dem Begriff Nahrungsmittel aus biologischem Anbau und 15,4% eine moderne Biotechnologie.

Nach der Bekanntgabe der richtigen Definition ließ sich doch ein erfreuliches Problembewusstsein erkennen: 48,2% der Befragten bejahten, dass die Bedrohung durch Biodiversitätsverlust ein Problem ähnlicher Dimension darstellt wie der Klimawandel. Nur 15,4% verneinten dies ausdrücklich.

Die komplexen Zusammenhänge und weitreichenden Konsequenzen für unseren Alltag, die sich dahinter verbergen, sind jedoch noch weitgehend unbekannt und in der Öffentlichkeit wenig repräsentiert. Auch die vielfältigen Lösungsansätze werden derzeit noch wenig öffentlich diskutiert.

BioFrankfurt ist ein Netzwerk namhafter Institutionen des Rhein-Main-Gebiets, die gemeinsam das Ziel verfolgen, das öffentliche Bewusstsein zum Schutz der biologischen Vielfalt zu stärken und Lösungsansätze zu unterstützen.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt ist Mitglied von BioFrankfurt.

Autor: Prof. Dr. Bruno Streit, Sprecher BioFrankfurt

Kontakt für Bilder und weitere Auskünfte:
BioFrankfurt - Geschäftsstelle
Jenny Krutschinna
c/o Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt a.M.
info@biofrankfurt.de
Tel. 069-7542-1545
Fax: 069-7542-1544

Jenny Krutschinna | idw
Weitere Informationen:
http://www.zgf.de

Weitere Berichte zu: BioFrankfurt Biodiversität Biozahl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zellen auf Wanderschaft: Falten in der Zellmembran liefern Material für nötige Auswölbungen
23.11.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Neues Verfahren zum Nachweis eines Tumormarkers in bösartigen Lymphomen
23.11.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung