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Ankerproteine - Ordnungshüter in der Zelle

17.10.2005


In Berlin trafen sich am Wochenende führende Experten auf dem Gebiet der zellulären Signalverarbeitung zum ersten internationalen "Meeting on Anchored cAMP Signaling Pathways".



Die Veranstaltung, die auf dem Biomedizinischen Campus Berlin-Buch stattfand, wurde vom Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) mit Unterstützung der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Technologiestiftung des Landes Berlin ausgerichtet. Einhundertzwanzig Wissenschaftler aus Europa und Nordamerika diskutierten den aktuellen Stand und die Zukunftsaussichten des "anchored cAMP Signaling" - eines jungen Teilgebiets der Wirkstoffforschung, in dessen Mittelpunkt vor allem sogenannte Ankerproteine stehen.



"Im besonderen richtet sich das Augenmerk der Wissenschaftler momentan darauf, aus den Forschungsergebnissen Ansatzpunkte für eine Arzneimitteltherapie herauszufiltern" - sagt Dr. Enno Klußmann, der Organisator des Meetings. Wirkstoffe, die Ankerproteine beeinflussen, könnten in naher Zukunft eine wichtige Rolle bei der Therapie von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Zentralnervensystems und von Tumorerkrankungen spielen. Dies sei ein wichtiges Ergebnis der Konferenz - so Klußmann.

Ankerproteine greifen sich Bestandteile zellulärer Signalketten und sorgen so dafür, dass ein Signal nur in bestimmten Teilbereichen der Zelle empfangen wird. Auf diese Weise begrenzen sie die Wirkung der Signale, so dass diese die Zelle nicht komplett überfluten.

Durch Signalketten ausgelöste Effekte steuern die Zelle. Signalketten bestehen aus einer Reihe verschiedener Proteine, die miteinander in Wechselwirkung treten. Auf diese Weise werden Signale, wie beispielsweise das Andocken eine Hormons, von außen in das Innere der Zelle übertragen. Die Zelle registriert das Signal und kann darauf reagieren.

Dr. Björn Maul | idw
Weitere Informationen:
http://www.fmp-berlin.de

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