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Veterinärmedizinische Anwendungen für die Antivirenforschung

27.04.2005


Nutztiere sind mit der wirtschaftlichen Entwicklung eines bedeutenden Teils der europäischen Bevölkerung verbunden. Ihre Gesundheit und ihr Schutz vor Infektionskrankheiten sind daher das Hauptanliegen vieler Forschungsgruppen in den Mitgliedsstaaten.



Den Familien der Corona- und Rotaviren wurden mit einer Reihe von Darmerkrankungen bei Nutztieren in Verbindung gebracht. Forscher haben versucht, neue therapeutische und prophylaktische Methoden zu entwickeln, die auf der Induktion von Immunreaktionen auf virale, nicht krankmachende Antigene basieren.



Der erste Schritt bei diesem Ansatz war der Aufbau eines eukaryoten Vektors auf Grundlage eines einzelnen Genoms des Corona-Virus. Die Expression des Vektors wurde tiefgründig untersucht, um nicht notwendiges Genmaterial aus dem endgültigen Produkt zu entfernen. Nach diesem Schritt waren die Forscher in der Lage, nicht notwendige Gene durch antigenkodierende Gene zu ersetzen und Immunreaktionen bei den behandelten Tieren auszulösen.

Die Untersuchungen schlossen auch die Evaluierung der Prophylaxe gegen den Virus ein, der den seuchenhaften Spätabort bei Schweinen (SSS) verursacht. Der Vektor wurde so konstruiert, dass er das SSS-OFR5-Antigen darstellen kann. Ferner zeigten die Ergebnisse eine starke und sichere Immunreaktion auf die Antikörper in den immunisierten Schweinen.

Ähnliche Vektoren können für die Entwicklung neuer, sicherer und effizienter veterinärmedizinischer Impfstoffe von Nutzen sein, die einen umfassenden Schutz vor viralen Angriffen bieten.

Prof. Luis Enjuanes | ctm
Weitere Informationen:
http://www.csic.es/

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