Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanostäbchen aus Phosphor

25.08.2004


Der reaktionsträgere violette Phosphor ist aus Phosphor-Ketten aufgebaut, die eine Schichtstruktur ausbilden. Die schwarze Modifikation ist chemisch stabil und recht wenig reaktiv. Sie besitzt Halbleitereigenschaften und besteht aus zweidimensional vernetzten Schichten. Über die Struktur des nichtkristallinen roten Phosphors ist bisher wenig bekannt. Deutsche Forscher haben nun zwei weitere Modifikationen des vielgesichtigen Elements isoliert und strukturell charakterisiert – es handelt sich hierbei um Phosphor-Nanostäbchen.



Dem Forscherteam um Arno Pfitzner von der Universität Regensburg und Hellmut Eckert von der Universität Münster, ist es nun im Falle zweier verschiedener Kupferiodid-Phosphor-Addukte gelungen, Phosphor-Stränge aus der Kupferiodid-Matrix herauszulösen. Nach dem Zerfall der Addukt-Kristalle blieb eine Art rotbrauner Fasern übrig, die ausschließlich aus Phosphoratomen bestehen, sich aber deutlich von der roten Phosphormodifikation unterscheiden. An Luft sind die trockenen Fasern über Wochen stabil. Unter dem Elektronenmikroskop erwies sich diese rotbraune Phosphor-Form als lange, parallel ausgerichtete Nanostäbe mit Querschnitten von ungefähr 0,34 bzw. 0,47 Nanometern.

... mehr zu:
»Faser »Kette »Nanostäbchen »Phosphor


Mithilfe spezieller kernresonanzspektroskopischer Methoden gelang es den Wissenschaftlern, die Struktur der beiden leicht unterschiedlichen Stäbchentypen zu entschlüsseln. In beiden Fällen handelt es sich um lange Polymermoleküle aus - auf verschiedene Weise - miteinander verknüpften Phosphoratomen. Kupferiodid-Addukt Nummer 1 liefert Käfige aus acht Phosphoratomen, die über Ringe aus vier Phosphoratomen zu einer Kette verbunden sind. Das andere Addukt führt zu Käfigen aus zehn Phosphoratomen, die über Fragmente aus zwei Phosphoratomen zur Kette verbunden sind.

Uni Regensburg, Institut für Anorganische Chemie
Herr Prof. Dr. A. Pfitzner
Tel.: +49 (0)941-943-4983
D-93040 Regensburg
arno.pfitzner@chemie.uni-regensburg.de

Prof. Dr. A. Pfitzner | NeMa-News
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de

Weitere Berichte zu: Faser Kette Nanostäbchen Phosphor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark
25.07.2017 | Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg

nachricht Welcher Scotch ist es?
25.07.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie