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Ein universales Schema für die Arbeitsweise der Pflanzen, die auf der Ressourcenverwaltung der Blätter basiert

12.05.2004


Im Rahmen des weltweiten Forschungsnetzwerks GLOPNET (Global Plant Network: 30 Forscher aus 14 Ländern) haben CNRS Wissenschaftler des Zentrums für funktionelle und Evolutionsökologie (CEFE) ein neues Schema entwickelt, das die Arbeitsweise aller Pflanzen in Abhängigkeit von ihren strukturalen, biochemischen und physiologischen Eigenschaften beschreibt. Dieses Schema geht weiter als die traditionellen Klassifikationen und ermöglicht so die Evaluierung der funktionellen Rolle der Biodiversität.

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Traditionelle Studien der Biodiversität basieren auf einer taxinomischen Klassifikation, mit Benutzung von lateinischen Namen zur Bezeichnung von Genus und Spezies. Ein anderer Ansatz ist die funktionelle Klassifikation, die die Funktionskonvergenz verschiedener entfernter Pflanzen beschreibt. Diesen Ansatz haben die CEFE Forscher benutzt. Sie haben 2550 Pflanzenarten von 175 Standorten analysiert, d.h. ungefähr 1% der gesamten Zahl höherer Pflanzen. Und sie haben zum ersten Mal gezeigt, dass es eine starke Korrelation zwischen Arbeitsweise der Pflanzen und Stickstoffinhalt, Phosphorinhalt, Oberflächenmasse und Lebensdauer gibt. Wenn man diese Parameter kennt, kann man sehr genau den Funktionstyp der Pflanze vorhersagen.

Das Schema basiert auf der Art und Weise, wie die Pflanze die Ressourcen ihrer Blätter nutzt. Es zeigt, das die Pflanze ihre Lebensdauer ihren Fähigkeiten der Kohlendioxissimilierung anpaßt, die von den verfügbaren Ressourcen der Umgebung abhängig sind. Diese neue Klassifikation ist vom Klima und der geographischen Lage weitgehend unabhängig.


Eine zuverlässige Quantifizierung dieses Schemas und der genauen auf diese Art bestimmten Positionierung der Spezies ist ein wesentlicher Fortschritt für die weltweite Modellierung der biogeologischen Zyklen und der räumlichen veränderten Verteilung der Spezies, die von den heutigen Bodennutzungs- und Klimaveränderungen verursacht werden. Diese Arbeit wurde im renommierten Fachjournal „Nature“ veröffentlicht.

Kontakt:

Eric Garnier
Centre d’écologie fonctionnelle et évolutive, C.E.F.E.
U.M.R. 5175, 1919 Route de Mende, F-34293 Montpellier Cedex 5, Frankreich
Email: garnier@cefe.cnrs-mop.fr
Tel. +33 4 67 61 32 42
Fax +33 4 67 41 21 38

Marie-Laure Navas
Centre de recherche INRA de Montpellier, 2 Place Pierre Viala
34060 Montpellier cedex 1, Frankreich
Email: navas@ensam.inra.fr
Tel. +33 4 99 61 24 57
Fax: +33 4 99 61 29 40

Jean-Michel Nataf | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.cefe.cnrs-mop.fr
http://www.montpellier.inra.fr/index.htmlt

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