Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgreiches Experiment für die Koordinierung europäischer Wissenschaftler

13.05.2003


Die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist für die Menschheit von vitaler Bedeutung. Ein kürzlich im Rahmen des EESD-Programms finanziertes Projekt soll gewährleisten, dass der Mensch noch für lange Zeit großen Nutzen aus der marinen Lebensvielfalt ziehen kann.



Die biologische Vielfalt oder Biodiversität ist ein Maß für die Vielfältigkeit von Genen, Spezies, Lebensräumen, Landschaften, Verhaltensweisen und anderen Faktoren. Sie ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Leben auf der Erde, denn sie gewährleistet die ausreichende Verfügbarkeit von sauberer Luft, sauberem Wasser, sauberem Boden und anderen natürlichen Ressourcen. Nur durch biologische Vielfalt ist gesichert, dass der Mensch ein Dach über dem Kopf hat, sich kleiden kann, genug zu essen hat und sich durch Medikamente gesund erhalten kann.

... mehr zu:
»BIOMARE »Biodiversität


Eine wesentliche Komponente der biologischen Vielfalt insgesamt ist die Biodiversität des marinen Lebens. Welche Bedeutung gerade dieser Komponente zukommt, wird klar, wenn sich vor Augen hält, dass rund sechzig Prozent der Weltbevölkerung nicht weiter als 100 Kilometer vom Meer entfernt leben. Die industrielle Fischerei beispielsweise verdankt ihre Existenz ausschließlich der marinen Biodiversität. Weniger handfest, aber nicht minder wertvoll sind Parameter wie z.B. die ästhetischen Aspekte und der Freizeitwert des Meeres. Dieses Thema ist also recht komplex.

Bislang wurde nur wenig unternommen, um die Forschungsaktivitäten von Wissenschaftlern zu koordinieren, die sich in der Europäische Union und darüber hinaus mit diesem Gebiet beschäftigen. Dies zu ändern, war das Ziel des Projekts BIOMARE, an dem mehr als 20 Organisationen aus 17 Ländern beteiligt waren.

Das naturgemäß große Ausmaß des Projekts führte zu einem intensiv vernetzten Arbeiten der Teilnehmer. Ein wichtiges Ergebnis war die Erarbeitung einer gemeinsamen Methodik für die Auswahl von Referenzstandorten zur Untersuchung der marinen Biodiversität. Darüber hinaus einigte man sich auf eine Standardisierung von Kenngrößen und Indikatoren der marinen Biodiversität. Dies wird das Vergleichen der Forschungsarbeiten unterschiedlicher Institute künftig erleichtern, da nun ein allgemein anerkanntes Rahmenwerk zur Verfügung steht.

Um eine zentrale Informationsressource zu schaffen, die auch aktuelle Daten enthält, wurde eine Website eingerichtet. Von dieser Plattform aus können Veröffentlichungen wie auch Informationen über bevorstehende Konferenzen höchst einfach verbreitet werden. Mit BIOMARE gelang es außerdem, eine erste europäische Konferenz über marine Biodiversität zu organisieren. Zu den Veröffentlichungsaktivitäten gehört auch die Publikation von zwei umfassenden Büchern zu diesem Thema.

BIOMARE ist ein exzellentes Beispiel für ein Projekt zur optimierten Nutzung von - sowohl personell als auch finanziell - begrenzten Ressourcen auf einem wichtigen Gebiet der Wissenschaft. Die Arbeit wird fortgesetzt. Auf der Website des Projekts (http://www.biomareweb.org/) können sich sowohl Wissenschaftler als auch die interessierte Öffentlichkeit über verschiedene Themen rund um die marine Biodiversität informieren.

Kontakt

HUMMEL, Herman (Professor)

NIOO-CEME
Ecosystem Studies
Monitor Taskforce
Senior scientist
Korringaweg 7
4401 NT
Yerseke
NETHERLANDS
Tel: +31-113-577484-300
Fax: +31-113-573616
E-Mail: h.hummel@nioo.knaw.nl


| Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen:
http://www.nioo.knaw.nl
http://www.biomareweb.org/)

Weitere Berichte zu: BIOMARE Biodiversität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Pflanzen können drei Eltern haben
18.10.2017 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik