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Genmutation ist Schlüssel zu hohem Alter

13.02.2003


100-jährige haben gleiche genetische Veränderung in Mitochondrien-DNA



Werden Menschen älter als 100 Jahre haben sie eine genetische Mutation gemeinsam. Einer Studie unter der Leitung des California Institute of Technology zufolge, besitzen Hundertjährige fünf Mal häufiger als andere die selbe Mutation in ihrer mitochondrialen DNA. Für die Entdecker ist diese Mutation der Schlüssel dafür, das Rad der Alterung zurückzudrehen.

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Mitochondrien sind Zellorganellen, die der Energiegewinnung dienen. Die Mitochondrien-DNA (mtDNA), besteht im Gegensatz zur DNA im Zellkern mit rund 100.000 Genen aus nur 37 Genen. Vererbt wird diese DNA ausschließlich über die mütterliche Linie, da nur über die Eizellen mitochondriale DNA weitergegeben werden kann. Noch ist unklar, was die Mutation genau bewirkt. Es könnte sein, dass die Mutation einen Überlebensvorteil bringt, indem sie die Replikation der mtDNA beschleunigt und dadurch vielleicht ein durch die Alterung ramponierter Teil der mtDNA ersetzt wird. Eine Möglichkeit wäre auch, dass diese Moleküle im Zuge der Replikation oxidativ weniger geschädigt werden. "Aber genau wissen wir es nicht", erklärt der Molekularbiologe Guiseppe Attardi.

Die US-Forscher untersuchten gemeinsam mit Kollegen der Universitäten von Bologna und Kalabrien sowie dem italienischen Institut für Alterung die mtDNA in weißen Blutzellen von 52 Italienern im Alter von 99 und 106 Jahren. 17 Prozent hatten eine spezifische Mutation, die den Namen C150T-Transition trägt. Im Vergleich dazu teilten sich nur 3,4 Prozent von 117 Personen unter 99 Jahren dieselbe Mutation. Um zu sehen, ob diese Mutation vererbt wurde, untersuchte das Team Hautzellen der selben Probanden. Resümee: Einige Menschen scheinen die Mutation von der Mutter vererbt zu bekommen, während sie bei anderen Zeit ihres Lebens auftritt. Dass diese Mutation auch vererbt werden kann, bestätigten zudem Untersuchungen von mtDNA-Proben bei Zwillingen. In weiteren Arbeiten wollen die Wissenschaftler nun die genaue physiologische Wirkung der genetischen Mutation bestimmten.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.caltech.edu

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