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Zukunft der Bildungsprozesse liegt im virtuellen Raum

09.07.2013
Namhafte Expertinnen und Experten geben auf Symposium von DIPF und TU Darmstadt aktuelle Einblicke in das Zusammenspiel von Informatik und Bildung

Ein vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Darmstadt organisiertes Symposium beleuchtet heute am DIPF aktuelle Entwicklungen bei der fortschreitenden Virtualisierung von Bildungsprozessen.

„Fortschritte in Web- und Sprachtechnologien ermöglichen individualisiertes und selbstgesteuertes Lernen auf einem neuen Niveau. Diesem Trend gehört die Zukunft“, sagt Professorin Dr. Iryna Gurevych, Professorin für „Ubiquitäre Wissensverarbeitung“ am DIPF und an der TU und Organisatorin des Symposiums. Mit den gemeinsamen Arbeiten von DIPF und TU auf dem Feld der Bildungsinformatik legen die Partner Grundlagen, um den neuen Anforderungen mit passgenauen Angeboten und Methoden zu begegnen.

Als Beispiel für die Breitenwirkung, die solche wissenschaftlichen Entwicklungen erzielen können, nennt Professorin Gurevych die von Massachusetts Institute of Technology und Harvard University entwickelte Software edX. Sie steht für sogenannte MOOCs (Massive Open Online Courses) frei zur Verfügung und kommt inzwischen weltweit zum Einsatz. Solche und weitere Entwicklungen stehen im Fokus des hochkarätigen Referentenfeldes des Symposiums.

Die Fachleute erläutern und diskutieren virtuelle Lernumgebungen und deren Einschätzung aus Sicht der Bildungsforschung, neue Sprachtechnologien, die beispielsweise einen interaktiven und multimedialen Sprachunterricht ermöglichen, oder Anwendungen, mit denen sich Freitextantworten oder Kinderaufsätze automatisiert bewerten lassen.

Neben Vertreterinnen und Vertretern des DIPF und der TU Darmstadt, wie den Bildungsforschern Professor Dr. Eckhard Klieme und Professor Dr. Frank Goldhammer vom DIPF sowie den Informatikern Professorin Gurevych und Dr. Christoph Rensing von der TU, steuern viele weitere Expertinnen und Experten Beiträge bei – darunter Professor Dr. Christoph Igel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Professorin Dr. Ulrike Cress vom Leibniz-Institut für Wissensmedien, Professor Dr. Heinz Ulrich Hoppe von der Universität Duisburg-Essen und Professor Dr. Detmar Meurers von der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Die vorgestellten Erkenntnisse bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den neuen, interdisziplinären Forschungsschwerpunkt „Bildungsinformatik“ von DIPF und TU Darmstadt. Er baut auf Informationswissenschaft, Computerlinguistik und weiteren Forschungsgebieten der Informatik auf, nutzt bildungswissenschaftliche Grundlagen und verzahnt diese Fachdisziplinen auf innovative Art und Weise. Dabei werden theoretische Grundlagen, Mittel und Methoden erschlossen, um IT-basierte Werkzeuge auf bildungswissenschaftliche Fragestellungen anzuwenden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten etwa daran, Texte automatisiert zu analysieren, Online-Suchverfahren intelligenter zu gestalten, die Analyse des Nutzungsverhaltens im Internet zu verbessern und virtuelle Forschungsumgebungen in unterschiedlichsten Disziplinen einzusetzen.

Weitere Informationen:

Bildungsinformatik: Professorin Dr. Iryna Gurevych, +49 (0)69 24708-857, gurevych@dipf.de, http://www.ukp.tu-darmstadt.de

Pressekontakt: Philip Stirm, Tel. +49 (0) 69 / 24708-123, E-Mail: stirm@dipf.de, http://www.dipf.de

Philip Stirm | idw
Weitere Informationen:
http://www.dipf.de
http://www.ukp.tu-darmstadt.de

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