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Universitäten Luxemburg, Amsterdam und Buffalo lancieren Atlantis-Pogramm in Krebs- und Systembiologie

03.12.2009
Die Universität Luxemburg hat von der Europäischen Kommission grünes Licht für ihr erstes EU-Atlantis-Studienprogramm erhalten. EU-Atlantis ist ein Programm der Europäischen Kommission, das gemeinsame Masterstudiengänge europäischer und nordamerikanischer Universitäten fördert.

Die Universität Luxemburg organisiert ihr erstes EU-Atlantis-Programm zusammen mit der Freien Universität Amsterdam und dem "Roswell Park Cancer Institute" in Buffalo (USA) sowie der "State University of New York" in Buffalo. Das Programm heißt "CanSys" und wird von der EU-Kommission mit rund 400 000 Euro gefördert. Der Master bildet Studierende in Krebs- und Systembiologie aus (Cancer and Systems biology).

Projektleiter ist Prof. Carsten Carlberg von der Universität Luxemburg. "CanSys" soll bis zum Jahr 2013 ingesamt 48 Studierende - je zur Hälfte aus den USA und aus Europa - ausbilden. Die Studierenden müssen als Masterstudenten in Luxemburg, Amsterdam oder Buffalo eingeschrieben sein. Sie verbringen das erste Semester in Luxemburg, das zweite in Buffalo und das dritte in Amsterdam. Im vierten Semester schreiben sie ihre Masterarbeit und können dafür einen der drei Studienorte wählen. Die Studierenden erhalten aus dem EU-Atlantisprogramm großzügige Reisehilfen. Schon im Februar 2010 sollen die ersten Studierenden aus Buffalo auf Campus Limpertsberg eintreffen.

Das Programm umfasst 120 ECTS. Ziel ist, die Teilnehmer mit den Instrumenten und Herangehensweisen der Systembiologie vertraut zu machen und zu erklären, wie diese neuen Methoden in der Krebsbiologie angewandt werden können. "Studienprogramme wie diese sind dringend nötig, um Forschung und Entwicklung in zahlreichen Bereichen der Biomedizin voranzutreiben - ob in Industrie oder Hochschulen", so Prof. Carlberg. Überdies biete der Austausch den Studenten die Chance, sich mit der amerikanischen und der europäischen Kultur vertraut zu machen.

Mit dem neuen transatlantischen Programm, dem bestehenden "Master in Systems Biology" und dem startenden "Luxembourg Centre for Systems Biomedicine" zeigt die Uni Luxemburg in Einklang mit der Strategie der Luxemburger Regierung, die Biotechnologie zu einem Schwerpunkt der öffentlichen Forschung zu machen.

Das Programm richtet sich an Studenten mit einem Bachelorabschluss in Biologie, Biochemie oder Bioinformatik. Bewerbungen für "CanSys" sind jetzt schon möglich. Die Einschreibegebühr beträgt 100 Euro pro Semester. Einschreibungen an der Universität Luxemburg erfolgen im "Master in Systems Biology" der Universität. Weitere Auskünfte bei Prof. Carsten Carlberg, carsten.carlberg@uni.lu, oder Tel. + 352 46 66 44 6267. Homepage der Universität Luxemburg: www.uni.lu, Home des Master in Systems Biology: http://misb.uni.lu.

Britta Schlüter | idw
Weitere Informationen:
http://misb.uni.lu

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