Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transatlantisches Austauschprogramm schafft bessere Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

19.02.2010
Das Deutsche Krebsforschungszentrum ruft gemeinsam mit dem amerikanischen National Cancer Institute (NCI) ein Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftler ins Leben. Das "DKFZ-NCI Fellowship Program in Cancer Research" soll jungen Wissenschaftlern beider Institutionen ermöglichen, für bis zu vier Jahre an der jeweiligen Partnereinrichtung zu arbeiten und anschließend eigene Nachwuchsgruppen aufzubauen.

Das Abkommen für das Austauschprogramm unterzeichneten der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, Prof. Otmar D. Wiestler, und Dr. Joe Harford, Direktor des Office of International Affairs, NCI, am Donnerstag, 18. Februar 2010, in der US-Hauptstadt Washington. Das National Cancer Institute, Bethesda, Maryland, USA, koordiniert das National Cancer Program der amerikanischen Gesundheitsbehörden National Institutes of Health (NIH) und zählt weltweit zu den bedeutendsten Krebsforschungszentren.

"Krebs ist eine unendlich vielschichtige Familie von Erkrankungen und ein globales Problem, das wir nur mit gebündelten Kräften bewältigen können", betonte Prof. Otmar D. Wiestler die Bedeutung der internationalen Vernetzung in der Krebsforschung. "Wissenschaft lebt vom Austausch. Gerade Nachwuchsforscher werfen häufig neue Fragestellungen auf, die umgesetzt, weiterentwickelt und diskutiert werden müssen, damit neues Wissen entstehen kann. Gleichzeitig wollen wir mit diesem Projekt die Zusammenarbeit zwischen DKFZ und NCI insgesamt vertiefen."

Die erste Ausschreibung für das "DKFZ-NCI Fellowship Program in Cancer Research" soll in den nächsten Monaten erfolgen. Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt hierbei ist der Forschungsbereich "Stammzellen und Krebs" (Stem Cells and Cancer).

Die Unterzeichnung des "DKFZ-NCI Fellowship Program in Cancer Research" fand während einer Zeremonie statt, bei der Bundesforschungsministerin Annette Schavan gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in den USA, Klaus Scharioth, und dem stellvertretenden Außenminister der USA, James B. Steinberg, ein Rahmenabkommen zur Verbesserung der Forschungszusammenarbeit beider Länder in den Bereichen Energie, Klima, Umwelt und Gesundheit besiegelte. Ein gemeinsames Gremium, koordiniert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem State Department, soll die Umsetzung des Abkommens steuern.

"Die Unterzeichnung zeigt, dass wir die Möglichkeiten der transatlantischen Zusammenarbeit noch konsequenter als bisher nutzen werden. Deutsche und amerikanische Forscher können gemeinsam Beiträge zu den wichtigen Fragen der Gegenwart und Zukunft leisten", erklärte Schavan.

Ein Foto der Vertragsunterzeichnung steht im Internet zur Verfügung unter
www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2010/images/DKFZ_NCI.JPG
Bildlegende:
Bei der Unterschrift: Dr. Joe Harford, Direktor des Office of International Affairs, NCI, und Prof. Otmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. Stehend: Der deutsche Botschafter in den USA, Klaus Scharioth, und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.

Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
D-69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968
presse@dkfz.de

Dr. Stefanie Seltmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dkfz.de/pressemitteilungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten