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Sechs neue Kooperationsprojekte im Bereich Translationale Medizin

16.06.2011
Vor rund einem Jahr haben Universität Basel, Universitätsspital Basel und Roche den «Basel Translational Medicine Hub» lanciert. Nun stehen die ersten sechs Projekte fest, die Unterstützung aus dem Innovationsfonds des Forschungsnetzwerks erhalten.

Translationale Medizin bezeichnet die enge Verzahnung zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung. 2010 haben Universität und Universitätsspital Basel sowie das Pharmaunternehmen Roche den «Basel Translational Medicine Hub» gegründet, um ihre Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken.

Von der Allianz sollen neben bestehenden Kooperationen und etablierten Forschungsfeldern auch innovative Ansätze profitieren. Deshalb hat Roche im vergangenen Jahr einen Innovationsfonds eingerichtet, der jährlich bis zu einer Million Franken für neuartige Projekte zur Verfügung stellt. An der ersten Ausschreibung beteiligten sich zahlreiche gemischte Gruppen aus Universität und Industrie, die 19 Vorschläge für gemeinsame Projekte an der Schnittstelle von Grundlagen- und klinischer Forschung einreichten.

Sechs innovative Projekte
Der Lenkungsausschuss des «Basel Translational Medicine Hub», der sich aus hochrangigen Vertretern der drei beteiligten Institutionen zusammensetzt, hat sechs Projekte für eine Förderung ausgewählt. Diese zielen auf ein besseres Verständnis von biologischen Mechanismen, die Krankheiten und ihrer Behandlung zugrunde liegen:

• «Transition between normal and aberrant angiogenesis», Dr. Andrea Banfi (Universitätsspital Basel), Dr. Peter Berndt (Roche)

• «Synaptic mechanisms of neural network dysfunction in autism», Prof. Dr. Josef Bischofberger (Universität Basel), Dr. Ravi Jagasia (Roche)

• «Profiling of anticancer-treatment effects in vitro using real-time impedance measurements on patient-derived samples», Prof. Dr. Lukas Bubendorf (Universität und Universitätsspital Basel), Dr. Adrian Roth (Roche)

• «Impact of exercise and bariatric surgery on inflammation mediated changes in nutrient sensing and release of gastrointestinal peptides», Prof. Dr. Marc Donath, Prof. Dr. Christoph Beglinger (beide Universität und Universitätsspital Basel), Dr. Elena Sebokova, Dr. Andreas D. Christ (beide Roche)

• «Metabolic aspects of human t cell memory function», Prof. Dr. Christoph Hess (Universität und Universitätsspital Basel), PD Dr. Harald Kropshofer (Roche)

• «Characterization and analysis of functional consequences of the interaction between complement C1q, apoptotic cells, antibodies and anti-C1q antibodies», Prof. Dr. Marten Trendelenburg (Universität und Universitätsspital Basel), PD Dr. Harald Kropshofer (Roche)

Prof. Dr. Meier-Abt, Vizerektor Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Basel und Co-Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Basel Translational Medicine Hub, zeigt sich vom starken Interesse am Innovationsfonds erfreut: «Die gemeinsamen Forschungsprojekte verstärken die Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie und erfüllen damit ein Postulat der universitären Strategie. Indem sie die biomedizinische Grundlagenforschung mit der patientenorientierten klinischen Forschung verzahnen, repräsentieren sie translationale Forschung im besten Sinne. Das eröffnet ein grosses Potential, um neue diagnostische und therapeutische Erkenntnisse zu erarbeiten. Das Forschungsnetzwerk stärkt nicht nur den Profilierungsbereich Life Sciences an der Universität Basel, sondern das multizentrische Basel Life Sciences Network of Excellence insgesamt».

Die sechs neu bewilligten Projekte ergänzen die laufende Zusammenarbeit im Rahmen des Basel Translational Medicine Hub, bei der Wissenschaftler von Universität Basel, Universitätsspital Basel und Roche gemeinsam an rund zwanzig Forschungsvorhaben arbeiten.

«Die Zusammenarbeit zwischen Universität und Universitätsspital Basel sowie Roche im Bereich der translationalen Medizin hat sich hervorragend entwickelt und ist ein ausgezeichnetes Beispiel einer Partnerschaft zwischen Industrie und Akademie. Der Innovationsfonds wurde geschaffen, um neue innovative Projekte anzuregen und zu fördern, und sowohl der Lenkungsausschuss als auch ich selbst waren beeindruckt von der hohen Qualität der Projekteingaben», erklärt Andreas Wallnöfer, Globaler Leiter des Bereichs Frühentwicklung Roche Pharma Research and Early Development (pRED) und Co-Vorsitzender des gemeinsamen Lenkungsausschusses.

Weitere Ausschreibung geplant
Auf Ende 2011 ist die nächste Ausschreibung des Innovationsfonds vorgesehen. Eingabeberechtigt sind Forschende der drei Institutionen, die am Basel Translational Medicine Hub beteiligt sind. Die Hälfte der Mittel ist für Teilnehmer am «Roche Postdoc Fellowship Program» reserviert; an der Universität Basel wird die Ausschreibung vom «PharmaCenter» koordiniert.
Weitere Auskünfte
Andrée Meier-Abt, Geschäftsführerin «PharmaCenter», Kompetenzzentrum für Pharmawissenschaften der Universität Basel, Tel. +41 (0)61 267 16 25, E-Mail: andree.meier-abt@unibas.ch

Reto Caluori | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibas.ch

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