Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: "Krankheiten mit gebündelter Kompetenz bekämpfen"

25.05.2010
BMBF startet Standort-Wettbewerb für vier Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung

Die Heilungschancen von Patienten können nur weiter erhöht werden, wenn Forschungsergebnisse rasch aus dem Labor in den klinischen Alltag überführt werden. Dieser Transfer wird nun durch vier neue Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung optimale Rahmenbedingungen erhalten.

"Wir verändern die Forschungslandschaft in Deutschland nachhaltig: Indem wir für wichtige Volkskrankheiten "Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung" gründen, überwinden wir das traditionelle Nebeneinander universitärer und außeruniversitärer Gesundheitsforschung", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag.

Nach den bereits vorbildlich arbeitenden Deutschen Zentren für Neurodegenerative Erkrankungen und für Diabetesforschung sollen nun Zentren für Infektionsforschung, für Herz-Kreislauf-Forschung, für Lungenforschung und ein Deutsches Konsortium für translationale Krebsforschung geschaffen werden. "Ziel ist es, bei den großen Volkskrankheiten jeweils die Kompetenz der besten deutschen Forschungsstandorte zusammenzuführen", betonte Schavan. Universitäten mit Universitätsklinika sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen werden nun aufgerufen, sich als Partner der vier neuen Zentren zu bewerben.

Ende des Jahres wird eine international besetzte Expertenjury entscheiden, welche Forschungsstandorte sich für das jeweilige Zentrum qualifizieren. Die Gründung der vier neuen Deutschen Zentren ist für die erste Jahreshälfte 2011 geplant. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung zu 90 Prozent finanziell fördern, zehn Prozent der Kosten werden die Sitzländer tragen.

Bereits 2009 gründete das BMBF das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit einem Kernzentrum in Bonn und Partnerstandorten in Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen und Witten. Ebenfalls 2009 ins Leben gerufen wurde das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) unter Beteiligung des Helmholtz Zentrums München, des Deutschen Diabeteszentrums, des Deutschen Institutes für Ernährungsforschung sowie der Universitäten Tübingen und des Uniklinikums Dresden. Das DZNE wird vom BMBF schon 2010, also in seiner Aufbauphase, mit knapp 50 Millionen Euro unterstützt, das später gestartete DZD mit acht Millionen Euro. Für beide Zentren wird die BMBF-Unterstützung in den kommenden Jahren ansteigen.

In beiden Zentren arbeiten die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten mit ihren Universitätsklinika einerseits und außeruniversitären Forschungseinrichtungen andererseits eng vernetzt zusammen. Durch die Deutschen Zentren wird eine enge Kooperation zwischen den Wissenschaftlern ermöglicht, so dass bestehende starre Strukturen der deutschen Forschungslandschaft aufgebrochen werden. "Hier werden Forschungsergebnisse rasch in den medizinischen Alltag transferiert - zum Wohle der Patientinnen und Patienten", sagte Schavan.

Weitere Informationen unter www.gesundheitsforschung-bmbf.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie