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RUB im Einsatz gegen stures Büffeln: Neue Projekte im Programm „Forschendes Lernen“ starten

28.02.2013
Diversity fördern mit dem VfL, alte Handschriften lesen, Feldforschung betreiben
RUB-Studierende können sich im Sommersemester wieder auf spannende Forschungserfahrungen freuen: Sie können mit dem VfL zusammen Projekte zum Beispiel gegen Homophobie und Rassismus entwickeln, lernen wie man alte Originalhandschriften entziffert oder Fallstudien in Institutionen durchführen, um deren Struktur soziologisch zu ergründen. Ganz nebenbei erwerben sie dabei Kompetenzen für den späteren Beruf. Die drei neuen Projekte werden vom Rektorat der RUB im Programm „Forschendes Lernen“ gefördert.

Projekte gegen Rassismus und Homophobie

Die zweisemestrige Lehrveranstaltung „Vielfalt fördern!“ der Gender Studies wird als Pflichtveranstaltung angeboten – sie kostet Studierende in der Masterphase also keine zusätzliche Zeit. Die Studierenden werden in Zusammenarbeit mit dem VfL Bochum Forschungsprojekte entwickeln und durchführen, die die Implementierung und Wirksamkeit von Diversity-Konzepten im Sport untersuchen. Themen können z.B. antirassistische Fanarbeit, spezifische Programme für Mädchen oder Projekte gegen Homophobie sein. Dazu wird ein Projektbeirat eingerichtet, der aus Studierenden, Lehrenden und Vertretern des VfL Bochum besteht und die Lehrveranstaltung inhaltlich und organisatorisch berät. Im Projekt können die Studierenden ihr theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch anwenden und vertiefen und gewinnen so Erfahrungen fürs Berufsleben.
Originalhandschriften entziffern, Buchschmuck interpretieren

Der Umgang mit Originalhandschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit kommt im Studium oft zu kurz – der wissenschaftliche Nachwuchs kann die Buchstabenformen nicht mehr zeitlich und regional zuordnen, Buchschmuck nicht mehr interpretieren und somit auch wissenschaftliche Thesen nicht mehr am Original prüfen oder neue Quellen für die historische Forschung erschließen. Die Bochumer Historiker wollen das ändern: In der Handschriftenabteilung der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel werden sie gemeinsam mit Kollegen und Kommilitonen aus Bayreuth gemeinsam an Originaltexten arbeiten. Workshops und Treffen sind eingebettet in ein insgesamt einjähriges Lehrprogramm mit Seminaren und Übungen – eine seltene Gelegenheit für Geschichtsstudierende, am authentischen Objekt zu arbeiten.
Hinter die Kulissen von Organisationen blicken

Bachelor- und Masterstudierende arbeiten in der Organisationssoziologie zusammen und profitieren davon gleichermaßen. Neben dem Erwerb von grundsätzlichem Wissen zu dem Themenfeld und den dafür bedeutenden Methoden der Sozialwissenschaften wird es auch einen Feldforschungsanteil geben. Die Bachelor-Studierenden schwärmen aus in Institutionen wie Unternehmen oder auch Migrantenorganisationen und führen dort Befragungen und Interviews durch, um eigene Forschungsfragen zu beantworten. Die Masterstudierenden fungieren dabei als Tutoren, die aus dieser Erfahrung das Lehren lernen. Die Ergebnisse des Projekts werden in Posterform präsentiert – ganz wie im echten Leben eines Wissenschaftlers.
Weitere Informationen

Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien, Tel. 0234/32-24745, E-Mail: prorektor-lehre@rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de

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