Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Projekt zur Berufs- und Studienorientierung

15.07.2010
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), ihr An-Institut UNIVATIONS (Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer) und die Agentur für Arbeit Halle haben unter dem Titel „PROLOGE“ ein neues Projekt zur vertieften Berufs- und Studienorientierung gestartet. Schüler ab der 8. Klasse in der Region Halle/Bitterfeld erhalten damit im kommenden Schuljahr besondere Beratungs- und Betreuungsangebote.

„Schüler stehen mit der Berufs- und Studienorientierung erstmals vor Entscheidungen, die in ihren Konsequenzen weit über bisherige Zeit- und Erfahrungshorizonte hinausreichen", sagt MLU-Rektor Prof. Dr. Dr. h. c. Wulf Diepenbrock. „Wir verstärken nun unsere Anstrengungen, ihnen alle Inhalte, Anforderungen und Zusammenhänge rund ums Studium so transparent und verständlich wie möglich nahezubringen. Das neue, nachhaltig wirksame Projekt korrespondiert dabei hervorragend mit den bereits etablierten Maßnahmen, zum Beispiel unserem Angebot für ein Frühstudium."

Auch Petra Bratzke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halle, sieht viele Vorteile in dem Gemeinschaftsprojekt: „Mit der richtigen Wahl des Studien- bzw. Ausbildungsplatzes stellen junge Menschen die Weichen für ihren persönlichen Erfolg. Das Thema Berufsplanung spielt dabei für junge Menschen eine zentrale Rolle. Durch die Kooperation mit der Martin -Luther- Universität optimieren wir die Beratung zur Studien- und Berufswahl. Wir blicken dabei auf eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit zurück und freuen uns über dieses neue gemeinsame Projekt."

Da die Aktivitäten zeitlich vor der Bewerbung bzw. der Einschreibung an einer Hochschule liegen, haben die drei Projektpartner den Titel „PROLOGE" gewählt. Als Akteure mit eingebunden werden die Privilegierten Partner der MLU, weitere Wirtschafts- und Kultureinrichtungen der Region sowie die Prime Gymnasien der MLU. Kernstück der „PROLOGE" ist eine individuelle Potential- und Motivationsanalyse, bei der die Schüler ihre individuellen Stärken, Schwächen und Neigungen herausarbeiten und darauf aufbauend Empfehlungen erhalten können.

Darüber hinaus gibt es Ferien-Akademien, in denen Studierende höherer Fachsemester und Lehrende den Schülern ganztägig die Möglichkeit eröffnen, sich intensiv mit Themen ihres individuellen Interesses auseinanderzusetzen. Dabei sammeln die Teilnehmer praktische Erfahrungen mit wissenschaftlicher Arbeit und blicken hinter die Kulissen einer Universität. Weitere Maßnahmen sind Wochenend-Workshops für die konzentrierte Bearbeitung ausgewählter Fragestellungen außerhalb des normalen Schulalltags, Arbeitsgemeinschaften von Schülern, die sich über das Unterrichtsniveau hinaus in wissenschaftlichen Arbeitsfeldern erproben möchten und die Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei..." mit Besuchen in Wirtschaftsunternehmen der Region, zum Teil inkl. Bewerbertrainings. Darüber hinaus sind Korrespondenz-Zirkel, Info-Abende sowie regelmäßige Sprechstunden und Informationsveranstaltungen in Schulen geplant. Auch Zahl und Umfang der von der MLU angebotenen Praktika soll deutlich erhöht werden.

Die Beratungs- und Vermittlungsleistungen erfolgen neutral, d. h. es werden auch die Studienangebote und Leistungen anderer Hochschulen und die Option der Entscheidung für eine Berufsausbildung berücksichtigt.Über die notwendige Informationsvermittlung hinaus soll das Thema „Studienorientierung" bei den Schüler emotional positiv besetzt werden. „Dies wollen wir unter anderem durch die sorgfältige Organisation und Gestaltung der Rahmenbedingungen, methodische Vielfalt und die Berücksichtigung gruppendynamischer Effekte erreichen", sagt MLU-Marketing-Referent Torsten Evers und ergänzt: „Das Vorhaben ist ziemlich ambitioniert und erfordert das Zusammenwirken viele Akteure - im Interesse der Schüler stellen wir uns dieser Aufgabe aber gern."

Hauptzielgruppe sind Schüler ab der 8. Klasse im lokalen und regionalen Umfeld von Halle und Bitterfeld, d.h. Schulen im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle. Weitere Zielgruppen sind Lehrer und Eltern, die sowohl als „Mit-Betroffene" als auch in ihrer spezifischen Rolle als Multiplikatoren einbezogen werden sollen. Besondere Schwerpunkte liegen bei der Steigerung des Interesses an den sogenannten MINT-Fächern, der Unterstützung von Studieninteressierten aus bildungsfernen Schichten (mit und ohne Migrationshintergrund) sowie der Förderung Begabter.

Das Projekt „PROLOGE" ist zunächst für eine Laufzeit von einem Jahr konzipiert, im Anschluss wird über eine Fortsetzung entschieden. Die Finanzierung erfolgt über Mittel des Hochschulpaktes 2020 und eine Projektförderung der Agentur für Arbeit.

Ansprechpartner:
Torsten Evers
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Referent für Hochschulmarketing
Telefon: 0345 55 21317
E-Mail: torsten.evers@rektorat.uni-halle.de
Susen Sommer
Agentur für Arbeit Halle
Pressesprecherin
Telefon: 0345 5249 8940
E-Mail: halle.presse@arbeitsagentur.de
Thomas Jähnig
Koordinator „PROLOGE“
Telefon: 0345 5521060
E-Mail: thomas.jaehnig@rektorat.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.marketing.uni-halle.de/prologe

Weitere Berichte zu: Berufsleben MLU Studienorientierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive