Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lasertechnik aus Deutschland zieht in Russlands Uralgebiet ein

11.11.2008
Unter dem Namen "Laser Innovation Technological Center (LITC)" werden mit deutscher Hilfe Erprobungs- und Beratungszentren in der Lasertechnik in fünf verschiedenen Regionen Russlands aufgestellt und miteinander vernetzt. Im Oktober 2008 wurde das Ural LITC in Ekaterinburg eröffnet.

Auf Knopfdruck wird ein Laserstrahl erzeugt, mit dem binnen weniger Sekunden 3-D Bleche bearbeitet werden. Modernste Technologie aus Ditzingen in Süddeutschland steckt in dem Laser der Firma Trumpf, der Mitte Oktober in Russlands drittgrößter Stadt Ekaterinburg, im Mittelural, in Betrieb genommen wurde.

Seit der Unterzeichnung einer Regierungsvereinbarung von 1992 über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit von Deutschland und Russland wurde die Kooperation im Bereich der Lasertechnik zwischen beiden Ländern kontinuierlich ausgebaut. Unter dem Namen "Laser Innovation Technological Center (LITC)" werden mit deutscher Hilfe Erprobungs- und Beratungszentren in der Lasertechnik in fünf verschiedenen Regionen Russlands aufgestellt und miteinander vernetzt. Im September 2005 wurde bereits das erste Zentrum in Moskau eingeweiht. Im Oktober 2008 folgte das Ural LITC in Ekaterinburg.

"Die Eröffnung des Ural LITC ist ein wichtiger Bestandteil der Modernisierung des Maschinenbaus in der Region" erklärte Klaus Nowitzki, Projektleiter am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) in seiner Eröffnungsrede. Das Ural LITC biete den regionalen Unternehmen eine praktische Hilfestellung bei der Technologiemodernisierung mit Maschinen aus Deutschland. "Die Innovationen werden helfen, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen und Erzeugnisse mit neuen Eigenschaften und besserer Qualität herzustellen" betonte Nowitzki. Außerdem werde das Ural LITC eine umfangreiche Hilfe bei der Vorbereitung qualifizierter Fachkräfte leisten und Weiterbildungsprogramme für Studenten zur Verfügung stellen.

Das Mitteluralgebiet ist ein Maschinenbau- und Metallbearbeitungszentrum und wird oft mit dem Ruhrgebiet in Deutschland verglichen. Über 44% aller Industrieunternehmen sind in diesen Branchen tätig. Der regionale Wirtschaftsminister Anatoly L. Gredin betonte in seiner Eröffnungsrede: "Wir müssen fortschrittliche Formen der Kooperation zwischen Industrie und Unternehmen anstreben. Durch den Einzug der Lasertechnik erfolgt ein wichtiger Schritt zur strukturellen und technischen Modernisierung der Maschinenbauindustrie im Mittelural.

Auf der russischen Seite wird das Ural LITC vom Wirtschaftsministerium der Region Sverdlovsk, der Ekaterinburger Verwaltung und der regionalen Industrie unterstützt. Von deutscher Seite sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und die Firma Trumpf, Ditzingen eingebunden.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Beratungszentren LITC LZH Laser Lasertechnik Russland Ural Uralgebiet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten