Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Hightech-Standort kann noch mehr

23.04.2013
Forschungsministerin diskutiert mit Wissenschaftlern über die Weitentwicklung der Hightech-Strategie / Wanka: "Neue, ehrgeizige Ziele"

Forschungsministerin Johanna Wanka trifft sich heute in Berlin mit Vertretern der Deutschen Forschungsunion Wissenschaft - Wirtschaft, um über die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung zu diskutieren. 28 führende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft haben dazu ein gemeinsames Perspektivpapier zur Hightech-Strategie erarbeitet, das die Forschungsunion heute Morgen vorgestellt hat.

"Deutschland ist seit dem Start der Strategie zu einem der weltweit führenden Standorte für Forschung und Entwicklung geworden. Damit ist das erste Etappenziel erreicht", sagte Wanka. "Diesen Schwung müssen wir nun mitnehmen und uns neue, ehrgeizige Ziele setzen. Dazu gehört es jetzt auch, über die richtigen Schwerpunkte, eine engere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und einen stärkeren Bürgerdialog zu diskutieren."

Mit der Hightech-Strategie 2020 hat die Bundesregierung bei der Förderung von Innovation und Fortschritt einen neuen Weg eingeschlagen und erstmals eine nationale Strategie gestartet, um politikfeld- und themenübergreifend eine Vielzahl der Forschungsaktivitäten über alle Ressorts hinweg zu bündeln. Die Forschungsunion begleitet die Hightech-Strategie als das zentrale innovationspolitische Beratungsgremium.

Arend Oetker, Vorsitzender der Forschungsunion und Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, betonte zur Ausrichtung der Strategie: "Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft müssen ihre Kräfte weiterhin bündeln, um Deutschland zu einem innovativen, wettbewerbsfähigen und lebenswerten Land zu machen."

Dazu konzentriert sich die Hightech-Strategie auf fünf Bedarfsfelder: Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Diese werden in Missionen und Zukunftsprojekten aufgegriffen und mit konkr! eten Zielen und Maßnahmen verbunden. Beispiele für aktuelle Projekte sind die Initiative "Industrie 4.0", welche im Mittelpunkt der Hannover Messe und der Cebit stand, oder die Gestaltung nachhaltiger, ressourceneffizienter Zukunftsstädte. "Der eingeschlagene Weg der Missionsorientierung muss mutig und konsequent weiterverfolgt werden", forderte Hans-Jörg Bullinger, Vorsitzender der Forschungsunion und Senator der Fraunhofer-Gesellschaft.

Der Vorsitzende der Unternehmensleitung der Boehringer Ingelheim GmbH und bisherige Vorsitzende des gemeinsamen BDI/BDA-Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik, Andreas Barner, betonte die Bedeutung der Strategie für den Innovationsstandort: "Die Hightech-Strategie hat viele Kräfte in der Wissenschaft und auch der Wirtschaft mobilisiert, etwa bei den Zukunftsprojekten. Um den gestellten gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, müssen alle Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in neuen Verbünden zusammenarbeiten. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit der Bundesregierung weitergehen."

Um die Innovationskraft im Mittelstand zu verbessern und gezielt die Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu unterstützen, wurde die Förderung in diesem Bereich seit 2005 auf ca. 1,2 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Die Forschungsunion schlägt zudem eine Anpassung der Missionen an aktuelle Fragestellungen vor, beispielsweise im Bereich Kommunikation und IT. Dazu Wanka: "Wir werden die Hightech-Strategie für neue Themen öffnen.

Besonders beim Thema Industrie 4.0 und der zunehmenden Digitalisierung kann die Hightech-Strategie dazu beitragen, dass wir die Chancen dieser Zukunftstrends noch besser nutzen können." Wanka betonte zudem, dass die Hochschulen - nach dem Modell des Spitzencluster-Wettbewerbs - zu regionalen Innovationszentren ausgebaut werden sollen, um Kooperationen mit Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort zu vereinfachen.

Wanka hatte im April einen Bericht zur Hightech-Strategie im Bundeskabinett vorgestellt und eine positive Bilanz gezogen: Demnach produziert kein anderes Land mehr forschungs- und entwicklungsintensive Hightech-Artikel für den Weltmarkt. Mit einem Anteil von 12,1 Prozent belegt Deutschland noch vor China und den USA den ersten Platz. Der Bericht hebt auch die Anzahl der angemeldeten Patente hervor: Rund jedes siebte Patent weltweit wurde in Deutschland erdacht. Diese Entwicklung macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Allein zwischen 2005 und 2011 sind in Forschung 92.000 neue Jobs entstanden - ein Plus von 19 Prozent.

Das Konferenzprogramm und weitere Informationen zur Hightech-Strategie finden Sie im Internet unter: http://www.hightech-strategie.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.hightech-strategie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise