Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz-Graduiertenschule HIGRADE geht in die zweite Runde

27.10.2009
Die "Helmholtz Graduate School for Environmental Research" (HIGRADE) geht in die zweite Phase.

Die über sechs Jahre vom Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft geförderte Graduiertenschule hat sich ein hohes Ziel gesetzt: Sie kooperiert mit sechs Partneruniversitäten, um die Vernetzung zwischen außeruniversitärer Forschung und den Universitäten aus Mitteldeutschland weiter auszubauen und eine strukturierte Weiterbildung für Doktoranden am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zu gewährleisten. Inzwischen sind fast 200 Doktoranden in das Programm eingebunden, 57 Prozent sind weiblich und 33 Prozent kommen aus dem Ausland.

Mit den universitären Partnern der Universität Leipzig, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Technischen Universität Dresden, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Kassel gibt es in der ersten Förderphase 18 gemeinsam betreute HIGRADE-Stipendiaten, die an den Universitäten angebunden sind. Die breit angelegte Kooperation spiegelt das stark interdisziplinäre Konzept von HIGRADE wider, in dem die Breite der Umweltwissenschaften von Natur- über Ingenieur- bis hin zu Sozialwissenschaften abgedeckt wird. In der zweiten Förderphase werden nun gemeinsam weitere Stipendienthemen ausgeschrieben, um die Vernetzung kontinuierlich zu steigern. "In der zweiten Auswahlrunde hat sich gezeigt, dass das Vernetzungspotenzial mit den sechs Partneruniversitäten enorm gewachsen ist - das ist die Idee von HIGRADE", betont der Sprecher der Graduiertenschule, Prof. Dr.-Ing. Olaf Kolditz: "Die Anzahl der verfügbaren Stipendien reicht leider bei weitem nicht aus, um die Vielzahl der hervorragenden gemeinsamen Projektideen umsetzen zu können."

Im Vorlauf zur Ausschreibung waren Wissenschaftler der Partneruniversitäten und UFZler aufgefordert, ein Exposé für eine gemeinsam betreute Doktorarbeit einzureichen. "Es zeigte sich eine erfreuliche Entwicklung: Alle eingereichten Projekte waren gekennzeichnet von methodischen und intellektuellen Synergien zwischen den Partnern aus den Universitäten und den Kooperationspartnern am Helmholtzzentrum für Umweltforschung", so Prof. Christian Wilhelm, Sprecher der Partneruniversitäten.

Das Ausbildungsprogramm beinhaltet vier Module: Fachliche Vertiefung, Interdisziplinäre Aspekte, Praxisanwendung und Soft Skills. In den ersten zwei Jahren wurden bereits 33 Fachkurse mit Lehrbeteiligung aller Institutionen angeboten; 19 Soft Skill-Kurse und zusätzliche Statistikkurse bereicherten das Angebot. Insgesamt waren mehr als 100 Dozenten für HIGRADE im Einsatz.

Die Doktorandinnen und Doktoranden können so aus einer breiten Palette auswählen, um die erforderlichen Kreditpunkte zu sammeln. Am Ende sind mindestens 12 Punkte aus den vier Ausbildungsmodulen notwendig, um das HIGRADE-Zertifikat zu erhalten. Die Einbeziehung des PEER-Netzwerks, einem Zusammenschluss aus sieben großen europäischen Umweltforschungszentren, erleichtert den Doktoranden den Zugang zu international führenden Wissenschaftlerteams und Forschungsaufenthalten im Ausland. Die Doktoranden - zunächst skeptisch wegen der "Mehrarbeit" für ihren Promotionen - sind mittlerweile begeistert: "HIGRADE ist eine fantastische Initiative, da es den Doktoranden durch Organisation von Kursen und Finanzierung von Reisen die Möglichkeit eröffnet, ihre wissenschaftliche Karriere über das eigene Fachgebiet hinaus zu erweitern", sagt Alvine L. Meyabeme Elono aus Kamerun.

Aaron Leopold aus den USA ergänzt: "Durch den interdisziplinären Ansatz eröffnet HIGRADE Lern- und Netzwerkmöglichkeiten, die in anderen Doktorandenprogrammen einfach nicht existieren." Feng Sun aus China gerade auf der MODELCARE2009 in Wuhan unterwegs meint: "HIGRADE bringt mir nicht nur wissenschaftlich sehr viel, sondern ist auch ein soziales Netzwerk für die ausländischen Doktoranden. Wir bekommen eine tolle Unterstützung vom HIGRADE-Office".

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Olaf Kolditz,
Sprecher von HIGRADE,
Department Umweltinformatik,
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Tel: 0341/235-1231
Dr. Vera Bissinger,
HIGRADE-Koordinatorin,
Umwelbildung und Veranstaltungen
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ
Tel: 0341/235-1844
Prof. Christian Wilhelm,
Sprecher der Partneruniversitäten,
Institut für Biologie I,
Universität Leipzig
Tel. 0341/ 9736874
Tilo Arnhold
UFZ-Pressestelle
Tel: 0341/235-1635
Email: presse@ufz.de

Tilo Arnhold | idw
Weitere Informationen:
http://www.ufz.de/index.php?de=18998
http://www.higrade.ufz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie