Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FiBS-Simulationsmodell EduSim© ermöglicht vielfältige Berechnungen zu Bildung und Fachkräfteangebot

10.02.2009
Die Eigenentwicklung des Berliner Forschungs- und Beratungsinstituts erlaubt bedarfsgerechte und zielgenaue Simulationen und Prognosen für Politik und Wirtschaft.

Das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) verfügt mit seinem Simulationsmodell EduSim© über ein Instrument, das den Schul-, Berufsbildungs- und Hochschulbereich im Hinblick auf Anfänger, Abschlüsse und Übergangsverhalten simulieren kann.

Das Simulationsmodell ist damit als Grundlage für Bedarfs- und Kapazitätsplanung von Bildungs- und Wissenschaftsministerien geeignet. Da aus den Bildungsabschlüssen das Fachkräfteangebot abgeleitet werden kann, sind die Ergebnisse auch für Wirtschaftsministerien, Verbände und Unternehmen von Interesse.

EduSim©, das von FiBS selbst konzipiert und entwickelt wurde, kann die verschiedenen Bildungsbereiche sowohl integriert als auch differenziert betrachten. Dies ermöglicht eine Vielzahl komplexer wie spezifischer Berechnungen, wie etwa Prognosen zu den Studienanfänger- und -absolventenzahlen, zu Abbrecher- und Übergangsquoten sowie durchschnittliche Bildungszeiten. Es ermöglicht aber auch Simulationen des zukünftigen Fachkräfteangebots nach Qualifikationen und Fachrichtungen.

Im Hochschulbereich ermöglicht es sowohl Berechnungen auf Bundes- als auch auf Länderebene unter Berücksichtung der Umstellung auf die neue Studienstruktur mit Bachelor- und Masterstudiengängen sowie zur beruflichen Bildung. Gerade die Verknüpfung der Übergänge innerhalb des Bildungssystems und zwischen Bildung und Arbeitsmarkt sind ein besonderes Merkmal von EduSim©, das damit auch der Wirtschaft wichtige Hintergrundinformationen zum Personalmanagement von Fachkräften, insbesondere zur Personalplanung geben kann. EduSim©, das weiter ausgebaut und stets an aktuelle Anforderungen angepasst wird, ist damit ein wichtiges Beratungsinstrument. Darüber hinaus ist das Institut für Vorschläge zur Weiterentwicklung des Modells offen.

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte FiBS eine Prognose zur Studienanfängerzahl bis 2020, die sich an den Wanderungsbewegungen und der veränderten Studierneigung der letzten Jahre orientiert und erheblichen politischen Handlungsbedarf aufzeigt: Danach sind 100.000 Studienplätze mehr nötig, als bisher im Hochschulpakt II veranschlagt werden. Beim Blick auf die Vorausberechnungen des FiBS zu den Studienanfängerzahlen vergangener Jahre, insbesondere auch zur Aussage, dass es keinen Studierendenberg geben werde (siehe u. a. Spiegel online v. 1.2.07), zeigt sich die Präzision des Modells, dass damals noch in der Entwicklung und Erprobung war.

EduSim© war auch Basisinstrument der Studie "Kosten und Erträge ausgewählter Reformmaßnahmen an allgemein bildenden Schulen im Zeitraum bis 2020", die jüngst veröffentlicht wurde. Die zuvor auf der Basis von EduSim© für das Bundesfinanzministerium erstellte Prognose zur Zahl der Kindergeldkinder dient jetzt auch als Grundlage für die Steuerschätzungen des Ministeriums.

Kontakt: Birgitt A. Cleuvers (FiBS), Tel. 0 30 - 84 71 22 3-20

Birgitt A. Cleuvers | idw
Weitere Informationen:
http://www.fibs.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Sechs Bundesländer erproben Online-Schultests der Uni Jena
24.02.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie