Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Kooperationsprojekt zur Pemphigus-Forschung an Uni Lübeck gestartet

25.09.2007
Es ist eine seltene Erkrankung der Haut, die unbehandelt zum Tode führt: Die Rede ist von Pemphigus, einer blasenbildenden, schweren Autoimmunerkrankung.

Da sie vorwiegend ältere Menschen trifft und deren Anteil an der Bevölkerung stark ansteigt, gehen Wissenschaftler von einer höheren Anzahl an Erkrankten in der Zukunft aus. An der Hautklinik der Universität zu Lübeck wird deshalb schon heute daran geforscht, die Diagnose von Pemphigus zu verbessern, um die Patienten möglichst schnell gezielt zu therapieren und irreversible Schäden zu vermeiden. Für das Forschungsprojekt gibt es eine Landesförderung aus dem HWT-Programm in Höhe von 150 T€.

Der Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein Dietrich Austermann und der Vorstand der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein Prof. Dr. Hans-Jürgen Block haben jetzt in Lübeck den Förderbescheid an den Direktor der Hautklinik der Uni Lübeck, Prof. Dr. med. Detlef Zillikens übergeben. Er arbeitet in dem Projekt mit der EUROIMMUN AG in Lübeck zusammen.

"Wir brauchen solche Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, damit neueste Erkenntnisse aus der Forschung in konkrete und gewinnbringende Produkte umgesetzt werden können. Mit Förderprogrammen wie dem HWT und dem Zukunftsprogramm Wirtschaft hat die Landesregierung ihre Förderpolitik konsequent auf Innovation und Wachstum ausgerichtet", sagte Austermann. "Ein Schwerpunkt der Förderung im HWT-Programm liegt in der Medizintechnik. Zehn von bislang 48 geförderten Projekten sind diesem Fachgebiet zuzurechnen", ergänzte Block. Die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein und das Ministerium teilen sich die Ausgaben aus dem HWT-Programm jeweils zur Hälfte. Nähere Informationen zum HWT-Programm siehe Link.

... mehr zu:
»EUROIMMUN »HWT-Programm »Pemphigus

Die Firma EUROIMMUN stellt Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik her. Sie wurde vor 20 Jahren gegründet und beschäftigt derzeit etwa 500 Mitarbeiter in Deutschland. Im Vordergrund stehen Testsysteme, mit denen man im Serum von Patienten verschiedenste Antikörper bestimmen und dadurch Autoimmun- und Infektionskrankheiten sowie Allergien diagnostizieren kann. Bei der Autoantikörper-Diagnostik gehört EUROIMMUN zu den in der Welt führenden Herstellern. Weltweit arbeiten über 3.000 Laboratorien mit EUROIMMUN-Diagnostika. "Für die EUROIMMUN AG bietet die Entwicklung neuartiger Produkte für die Diagnose und Therapiekontrolle des Pemphigus und anderer Autoimmunerkrankungen der Haut die Chance, in ein von anderen europäischen In-Vitro-Diagnostika-Herstellern nicht besetztes Feld vorzustoßen", sagte Finanzvorstand Axel Blankenburg. Ein erfolgreicher Abschluss des Projekts sei darüber hinaus der notwendige Ausgangspunkt für die Entwicklung verbesserter Behandlungsmethoden in Kooperation mit der Hautklinik. EUROIMMUN beteilige sich deshalb zu einem Viertel an den Gesamt-Projektkosten.

Sabine Recupero | idw
Weitere Informationen:
http://www.i-sh.org/hwt

Weitere Berichte zu: EUROIMMUN HWT-Programm Pemphigus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie