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CampusSource Engine (CSE): Förderung einer Testinstallation durch das MIWFT NRW

19.09.2007
Das langfristige Ziel der Entwicklung ist es, ein auf Bildungseinrichtungen ausgerichtetes Framework zum Aufbau von serviceorientierten Architekturen (SOA) auf Basis von Open Source-Komponenten anzubieten.

Mit der CSE entwickelt die CampusSource Initiative - deren Geschäftsstelle an der FernUniversität in Hagen angesiedelt ist - eine moderne Integrationslösung zur Kopplung von IT-Systemen. Das langfristige Ziel der Entwicklung ist es, ein auf Bildungseinrichtungen ausgerichtetes Framework zum Aufbau von serviceorientierten Architekturen (SOA) auf Basis von Open Source-Komponenten anzubieten. Die Federführung hat das ITMC/Medienzentrum der Universität Dortmund

Neben den bereits in Anwendung befindlichen Kopplungen des Campus Management Systems HIS-LSF mit verschiedenen E-Learning-Systemen (ILIAS, CLIX, EWS II) überzeugt das Konzept der CSE besonders dadurch, dass eine ausbaufähige Infrastruktur zur Anbindung weiterer IT-Komponenten (z.B. Content Management Systeme, Prüfungs Management Systeme) entsteht.

Um interessierten Hochschulen einen Einblick in Funktion und Struktur der CSE verschaffen zu können, soll im Rahmen eines vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW geförderten Projektes "CSE Testinstallation 07" eine Systemlandschaft aufgesetzt werden, die zusätzlich zu den bereits angebundenen Systemen die Learning Management Systeme metacoon, Moodle, OpenUSS und Stud.IP integriert.

Die CSE Testinstallation wird für Tests im Internet frei zugänglich sein, wobei die Nutzer die Rolle eines Lehrenden oder Studierenden annehmen können. Werden von den Testern in HIS-LSF neue Veranstaltungen angelegt oder mit Teilnehmern belegt, gelangen diese Ereignisse umgehend über die CSE in die angewählten Learning Management Systeme und werden dort ebenfalls vorgenommen.

Allerdings wird die Testinstallation ohne Anpassungen nicht als Lösung der spezifischen Anforderungen einer konkreten Bildungseinrichtung verwendbar sein. Stattdessen soll sie als beispielhafte Musterlösung eines Integrationsszenarios einen Einblick in die Umsetzung einer konkreten Lösung ermöglichen. Die für einen Einsatz an der eigenen Hochschule notwendigen Anpassung setzen eine intensive Analyse der jeweiligen Anforderungen voraus, deren Umsetzung durch IT-Fachleute der jeweiligen Hochschule, die Firma HIS oder einer der zahlreichen Support-Firmen im Umfeld von Campus Source vorgenommen werden kann. Natürlich kann auch CampusSource selbst mit konkreten Umsetzungen beauftragt werden. Die Quelltexte der Probeinstallation werden, soweit sie die CSE betreffen, unter den Bedingungen der GNU General Public License frei zugänglich veröffentlicht.

Über die Testinstallation hinaus steht im Rahmen der CSE-Entwicklung die Aufbereitung weiterer Bausteine für eine SOA auf dem Plan. So soll in Kürze die bereits vorhandene Enterprise Service Bus-Komponente um ein Modul zur Modellierung von Geschäftsprozessen (Business Process Management, BPM) erweitert werden, welches die Anpassung von Workflows zwischen den gekoppelten Systemen mittels eines grafischen Editors ohne Programierkenntnisse ermöglicht. In einer längeren Perspektive soll die CSE um weitere Kerntechnologien erweitert werden, die vor allem bei der Umsetzung von größeren Integrationsprojekten notwendig werden. Dazu zählen unter anderem grundlegende Identity Management-Funktionen, Werkzeuge zur Analyse und Optimierung der umgesetzten Prozesse oder der Einsatz von Regelwerken, die bestimmte Eigenschaften von Geschäftsprozessen zur Laufzeit dynamisch an veränderte Bedingungen innerhalb der Systemlandschaft anpassen können.

Susanne Bossemeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fernuni-hagen.de/

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