Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan für Etablierung von acatech als "Deutsche Akademie der Technikwissenschaften"

17.10.2006
Bundesforschungsministerin: "Neuer Ansatz kann Kräfte bündeln und Profil der Technikwissenschaften stärken"

Bundesforschungsministerin Annette Schavan will die Technikwissenschaften als Triebfeder für Innovation und wirtschaftliches Wachstum durch die weitere Entwicklung des "Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften" acatech gemeinsam mit den Ländern fördern.

"Technikwissenschaftlerinnen und Technikwissenschaftler sind Wegbereiter für Innovation und besitzen daher eine entscheidende Bedeutung für volkswirtschaftlich notwendiges Wachstum. Umso wichtiger ist es, dass die Technikwissenschaften in Deutschland eine gemeinsame Stimme erhalten. Deshalb befürworte ich die Etablierung von acatech als Deutsche Akademie der Technikwissenschaften", sagte Schavan bei der Festveranstaltung von acatech am 17. Oktober in Berlin.

In der Vergangenheit bewegten sich die Technikwissenschaften im akademischen Bereich im Gefüge der traditionellen akademischen "Klassen". Als erster Schritt wurde 1998 die Arbeitsgemeinschaft "Konvent für Wissenschaften" und 2002 acatech gegründet. Von 2002 bis heute hat das BMBF den Aufbau einer Geschäftsstelle bei acatech mit rund 1,3 Mio. Euro unterstützt. In diesem Zeitraum hat die Vertretung der Technikwissenschaften in Deutschland deutlich an Profil gewonnen.

In einem nächsten Schritt will acatech nun als nationale Vertretung durch den Dialog über wissenschaftliche und nationale Grenzen hinweg die Bedeutung von zukunftsweisenden Technologien verdeutlichen und eine Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schlagen. "Ich strebe hierzu eine Aufnahme von acatech in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern an. Die auf Seiten des Bundes dafür erforderlichen Voraussetzungen werde ich schaffen", sagte Schavan. Erforderlich sei darüber hinaus jedoch eine gleichberechtigte Beteiligung der Länder. Die Ministerin äußerte sich optimistisch, dass durch eine Grundsatzentscheidung der Regierungschefs von Bund und Ländern noch in diesem Jahr die Weichen für eine dauerhafte Stärkung des Innovationsstandorts Deutschlands durch acatech gestellt werden könnten.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.acatech.de
http://www.bmbf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was Stammzellen zu perfekten Alleskönnern macht

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Selbstfaltendes Origami

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

27.06.2017 | Materialwissenschaften