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Partnerschaften zwischen Max-Planck-Instituten und Hochschulen machen Standorte in der Exzelleninitiative erfolgreich

16.10.2006
Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, beglückwünscht die im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichneten 22 Universitäten. "Dank der Exzelleninitiative haben wir jetzt an den erfolgreichen Standorten noch stärkere Partner, um weltweit herausragende Forschung leisten zu können", sagt Gruss.

Gleichzeitig zeigt er sich erfreut über das Abschneiden seiner Organisation: So sind bereits in der ersten Antragsrunde 25 Max-Planck-Institute als Kooperationspartner an den 17 Exzellenclustern, den 18 Graduiertenschulen und den drei Spitzenuniversitäten beteiligt. Gruss: "Die gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft betriebene Profilbildung an diesen Standorten wird Deutschland auch international stärken."

Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschung verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich hervorheben. Dazu sind drei Förderlinien vorgesehen, in die im Verlauf der nächsten fünf Jahre insgesamt 1,9 Milliarden Euro fließen sollen: in Exzellenzcluster, Graduiertenschulen zur Förderung des Nachwuchses und Spitzenuniversitäten.

Dass überdurchschnittlich viele Max-Planck-Institute erfolgreich waren, hatte sich schon in den Vorauswahlen angedeutet. Auch hatte das jüngste Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gezeigt, dass die Max-Planck-Gesellschaft im Vergleich zu anderen außeruniversitären Einrichtungen in den Jahren 2002 bis 2004 die meisten DFG-Drittmittel erhielt und mit großem Abstand die meisten Leibniz-Preisträger beschäftigt. Präsident Peter Gruss betrachtet es als Bestätigung und Herausforderung, dass die Mehrheit der gekürten Exzellenzcluster mit Max-Planck-Wissenschaftlern arbeiten werden. Bei zehn der 17 ausgewählten Forschungsverbünde sind insgesamt 16 Max-Planck-Institute mit im Boot, einige von ihnen sogar gleich in zweien. Dass ferner in 50 Prozent der bewilligten Graduiertenschulen Max-Planck-Institute eine wichtige Rolle spielen, führt Gruss auf die schon lange erfolgreiche Kooperation in den International Max Planck Research Schools (IMPRS) zurück, von denen es derzeit 43 gibt.

Nur drei der zehn Universitäten setzten sich in der ersten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern als so genannte Elitehochschulen durch: die Ludwig-Maximilians-Universität München, ihre Nachbarin, die Technische Universität München und die Technische Universität Karlsruhe. Alle elf Max-Planck-Institute in und um München (Garching, Martinsried und Seewiesen) sind mit den beiden Spitzenuniversitäten der bayrischen Landeshauptstadt forschungspartnerschaftlich verbunden; insgesamt acht von ihnen arbeiten künftig bei einer der zwei in München ausgewählten Graduiertenschulen und bei den sechs von sieben ausgesuchten Münchner Exzellenzclustern mit. Es sind dies die Max-Planck-Institute für Physik, für Biochemie, für Neurobiologie, für Ornithologie, für Plasmaphysik, für extraterrestrische Physik, für Quantenoptik und für Astrophysik.

Besonders erfreut zeigt sich Peter Gruss darüber, dass die Gutachter dem Exzellenzcluster in Dresden eine herausragende Qualität bescheinigt haben. Hieran ist die Max-Planck-Gesellschaft über ihre Institute für molekulare Zellbiologie und Genetik sowie für Physik komplexer Systeme mit Gewicht beteiligt. "Das Beispiel Dresden zeigt, dass ein rascher Aufbau internationaler Sichtbarkeit auch unter schwierigen Startbedingungen gelingen kann, wenn Universitäten und Forschungseinrichtungen vorbehaltlos und gleichberechtigt zusammenarbeiten. Dies ist uns am Standort Dresden gelungen", sagt Gruss. Allgemein war bedauert worden, dass nur drei der 36 Universitäten, die in der ersten Antragsrunde zur Vorlage ausgearbeiteter Anträge aufgefordert wurden, aus dem Gebiet der neuen Länder kamen.

Die ausgewählten Exzellencluster können jetzt mit durchschnittlich 6,5 Millionen Euro jährlich rechnen. Die Graduiertenschulen erhalten eine Million Euro pro Jahr. In einer zweiten Runde, die gerade angelaufen ist und im Herbst nächsten Jahres entschieden wird, haben weitere Universitäten die Möglichkeit, zusätzliche Mittel für die Spitzenforschung zu erhalten.

Dr. Andreas Trepte | idw
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de/

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