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BMBF-Haushalt wächst um 500 Millionen Euro

08.09.2006
Mehr Geld für Spitzenforschung und Nachwuchsförderung

Schavan zu Ausbildungsplatzsituation. "Alle Ausbildungswilligen werden Chance bekommen"

Mit einer Steigerung um fast 500 Millionen Euro auf 8,5 Milliarden Euro setzt der Haushaltsentwurf 2007 für den Etat des BMBF ein deutliches Zeichen für die Priorität von Bildung, Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Bei der ersten Lesung des Haushalts im Bundestag betonte Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan: "Fokussierung auf Spitzentechnologie, Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie Förderung qualifizierter Fachkräfte und besonders begabter junger Menschen sind die Schwerpunkte der Politik der kommenden Jahre."

Damit Deutschland seine Spitzenposition im weltweiten Wettbewerb halten und ausbauen kann, investiert das BMBF gezielt in zukunftsträchtige Technologien - allein die Projektförderung wird 2007 um 14,4 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro steigen. Mit der Hightech-Strategie setzt die Bundesregierung neue Anreize für eine anwendungsorientierte Wissenschaft, eine forschungsfreundliche Wirtschaft und zur Bündelung der Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft. Hier werden erstmals Forschungsförderung und Rahmenbedingungen konsequent gemeinsam betrachtet und eine Innovationspolitik aus einem Guss verwirklicht. Das BMBF wird hier allein insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro investieren.

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Spitzentechnik braucht Spitzenforscher und hoch qualifizierte Fachkräfte. Durch gezielte Weiterentwicklung der beruflichen Bildung - hierfür stehen 23 Prozent mehr Mittel zur Verfügung - und einer Steigerung der Mittel für die Begabtenförderung in Schule, beruflicher Bildung und Hochschulen um 13 Prozent setzt Schavan auch hier ein klares Signal.

Im Zusammenhang mit der beruflichen Bildung betonte die Ministerin: "Die Bundesregierung steht dazu, allen ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen die Chance für eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen." Sie verwies auf das BMBF-Programm "Jobstarter" zur Schaffung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsplätze und zur Strukturverbesserung beruflicher Bildung in Problemregionen. Das 100-Millionen-Euro-Programm wurde um 25 Millionen Euro nochmals aufgestockt, um kleine und mittlere Unternehmen, Existenzgründer und Kammern noch stärker für die berufliche Ausbildung zu gewinnen. Als weitere Beispiele nannte Schavan das Ausbildungsplatzprogramm Ost von Bund und Ländern, das 13.000 Ausbildungsplatzangebote ermöglicht sowie die Initiative, gemeinsam mit den Kammern und ausländischen Unternehmerverbänden 10.000 Ausbildungsplätze in Unternehmen mit ausländischem Hintergrund zu schaffen. Mit Blick auf die gemeinsamen Anstrengungen auch im nationalen Ausbildungspakt erwartet die Ministerin, dass durch die Nachvermittlung bis zum Ende des Jahres einen ausgeglichenen Ausbildungsmarkt erreicht zu haben.

Angesichts steigender Studierendenzahlen müssen auch die Hochschulen gestärkt werden. Bund und Länder werden mit dem Hochschulpakt 2020 gemeinsame Anstrengungen unternehmen, die die Hochschulen in die Lage versetzen werden, mehr Studierende besser auszubilden. Vor allem für die Stärkung der Hochschulforschung plant das BMBF bis 2010 mehr als eine Milliarde Euro ein.

Wissenschaft ist nicht denkbar und gestaltbar ohne die Geistes- und Kulturwissenschaften. Denn diese Disziplinen spielen eine wichtige Rolle im Leben moderner Kulturen, indem sie grundlegende Prinzipien, ethische Normen und Werte schützen und bewahren. Das BMBF wird daher die Förderung der Geisteswissenschaften in 2007 um fast 50 Prozent auf 22 Millionen Euro steigern. Zusammen mit dem Akademienprogramm stehen dann 44,3 Millionen Euro für die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zur Verfügung.

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/

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