Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue DFG-Forschergruppe an der Freien Universität Berlin. 2,6 Mio. Mark für Veterinärmediziner.

20.08.2001


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin für zunächst drei Jahre Mittel in Höhe von ca. 2,6 Mio. Mark für die Einrichtung einer Forschergruppe bewilligt.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt "Integrative Analyse der Wirkungsmechanismen von Probiotika beim Schwein" besteht aus fünf Teilen, die den fünf Fachgebieten der Antragsteller zuzuordnen sind. In allen Teildisziplinen ist der Einsatz modernster Analysentechniken vorgesehen.

Der Forschergruppe gehören an:

  • Prof. Ortwin Simon, Sprecher der Forschergruppe, und
  • Dr. Wilfried Vahjen (beide Institut für Tierernährung),
  • Prof. Karl Dietrich Weyrauch (Institut für Veterinär-Anatomie),
  • Prof. Holger Martens (Institut für Veterinär-Physiologie),
  • Prof. Lothar H. Wieler (Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen) und
  • Prof. Michael F. G. Schmidt (Institut für Immunologie und Molekularbiologie).

Mit der Bewilligung durch die DFG steht der Forschergruppe eine gute personelle und finanzielle Ausstattung zur Umsetzung des Vorhabens für zunächst drei Jahre zur Verfügung. Darüber hinaus hat die Leitung der Freien Universität notwendige Ergänzungen der Grundausstattung für die Forschergruppe zugesichert und damit wesentlich zur Befürwortung des Antrages beigetragen.

Die positive Wirkung von probiotischen Bakterienkulturen auf den menschlichen Organismus wurde bereits nachgewiesen. Aber sind Probiotika genauso wirkungsvoll für die Tierwelt? Können sie eine Alternative zur Verabreichung von Antibiotika im Futter sein und über die Beeinflussung der Darmflora die Gesundheit von Schweinen, Kälbern und Geflügel fördern und damit die Verwendung von Antibiotika reduzieren?

Am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin werden bereits seit mehreren Jahren Forschungsarbeiten über Probiotika durchgeführt. Wesentlicher Befund dieser Untersuchungen ist die beobachtete Hemmung des Wachstums von Enterobakterien im Verdauungstrakt von Ferkeln sowie weitere Veränderungen in der mikrobiellen Besiedlung. Aber auch für Geflügel und Kälber ist in der überwiegenden Zahl von Untersuchungen die Wirksamkeit dieser Zusatzstoffe gezeigt worden. Trotzdem liegt ein gesichertes Wissen über die Wirkungsweise von Probiotika bislang noch nicht vor. Dieser Unsicherheit will die Forschergruppe nun entgegenwirken.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ortwin Simon, Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin, Brümmerstr. 34, 14195 Berlin, Tel.: 030 / 838-52256, E-Mail: osimon@zedat.fu-berlin.de

Dr. Wilfried Vahjen, Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin, Brümmerstr. 34, 14195 Berlin, Tel.: 030 / 838-56496, E-Mail: vahjen@zedat.fu-berlin.de

Ilka Seer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de/presse/fup

Weitere Berichte zu: Antibiotika Antibiotikum DFG Probiotika Probiotikum Tierernährung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht
23.01.2017 | Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie

Experiment zu ultra-kaltem Rubidium hebt mit Forschungsrakete vom Boden ab

24.01.2017 | Physik Astronomie