Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekt ERASMUS MUNDUS soll nicht-europäische Studierende und Wissenschaftler fördern

23.09.2004


Mit rund zwei Millionen Euro fördert die EU-Kommission einen neuen internationalen Studiengang an der juristischen Fakultät der Universität Hannover und drei weiteren Hochschulen in Portugal und Frankreich. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm ERASMUS MUNDUS. Dieses EU-Programm soll die europäischen Universitäten auf dem internationalen Ausbildungsmarkt durch Exzellenz konkurrenzfähiger machen und hoch qualifizierten Studierenden und Wissenschaftlern aus dem nicht-europäischen Ausland einen Aufenthalt an den Hochschulen in der EU ermöglichen. Unter mehreren hundert Anträgen aus den europäischen Mitgliedstaaten wurden nur wenige ausgewählt, unter ihnen der neue in Hannover koordinierte Studiengang. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, diese Förderung für Hannover zu bekommen", sagt Prof. Bernd Opppermann, Projektinitiator an der Juristischen Fakultät.

... mehr zu:
»ERASMUS »Mundus »Rechtspraxis

Das Spezialstudium setzt eine überdurchschnittlich gut abgeschlossene juristische Universitätsausbildung voraus, wird zwei Jahre dauern und führt zu dem Titel eines Masters der Europäischen Rechtspraxis ("LL.M. Eur."). Das Studium findet an zwei Universitäten in verschiedenen Ländern statt. Dabei werden zwei Fremdsprachen verlangt, denn die Unterrichtssprache ist grundsätzlich die Landessprache der jeweiligen Gastuniversität. Die Projektgelder sind überwiegend für hoch dotierte Stipendien bestimmt, um Studierende und daneben auch Professoren aus aller Welt nach Hannover zu bringen. Das Studium ist daher zwar offen für Europäer und für Nichteuropäer, die Empfänger der Stipendien aber müssen aus nicht-europäischen Ländern stammen.

An dem neuen Ausbildungsgang beteiligen sich neben Hannover die Faculté des Affaires Internationales der Université Le Havre (Frankreich), die Faculdade de Direito der Universidade Católica Portuguesa, Lisboa (Portugal), und die Faculté de Droit, de Sciences Économiques et de Gestion der Université de Rouen (Frankreich). Verantwortlich für das Gesamtprojekt ist Prof. Bernd Oppermann von der Juristischen Fakultät der Universität Hannover.


Neben der Vertiefung rechtswissenschaftlichen Fachwissens besteht der besondere Charme des Spezialstudiums in der Betonung der kontinentaleuropäischen Sprachen Französisch, Portugiesisch und Deutsch. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der europäischen Rechtspraxis. Deshalb hat das mit dem Studium erworbene Diplom "Master der Europäischen Rechtspraxis" (LL.M. Eur.) einen ganz neuartigen Charakter; der akademische Grad wird von allen vier Universitäten des Konsortiums gemeinsam verliehen (neudeutsch: "joint degree"). Damit erhoffen sich die Akteure eine höhere Attraktivität des europäischen Abschlusses auf dem interkontinentalen Markt.

Weitere vorläufige Informationen sind auf der unten angegebenen Internetseite der EU veröffentlicht.

Dr. Stefanie Beier | Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int/comm/education/programmes/mundus/projects_en.html
http://www.uni-hannover.de

Weitere Berichte zu: ERASMUS Mundus Rechtspraxis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie