Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Hochschulen müssen europäischer werden

16.09.2003


Die deutschen Hochschulen müssen sich nach Auffassung des Wissenschaftsrats-Vorsitzenden Karl Max Einhäupl stärker für Europa öffnen. «Wenn in ganz Europa künftig die Studenten generell ihr Studium mit dem Bachelor oder dem aufbauenden Master- Titel abschließen, kann Deutschland nicht abseits stehen«, sagte Einhäupl am Montag in einem dpa-Gespräch.



Bei der Einführung dieser gestuften neuen Studienabschlüsse hätten die deutschen Hochschulen im internationalem Vergleich noch erheblichen Nachholbedarf. Auch seien von den inzwischen rund 750 eingerichteten Bachelor-Studiengängen erst gut 80 auf ihre Qualität hin überprüft und damit «akkreditiert». 90 Prozent der Mitgliedsländer des künftigen «Hochschulraums Europa» hätten dagegen bereits ein gestuftes Studiensystem eingeführt.

... mehr zu:
»Bachelor »Master


An diesem Donnerstag und Freitag kommen in Berlin mehr als 40 Bildungsminister der EU- und der Nachbarstaaten in Berlin zusammen, um über sich über die nächsten Schritte des Einigungsprozesses zu verständigen. «Die deutschen Universitäten und Fachhochschulen verpassen eine Chance, wenn sie diese Entwicklung nicht offensiver angehen», mahnte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates.

Voraussetzung für eine Ablösung der bisherigen Diplomabschlüsse in Deutschland ist nach Einhäupls Worten allerdings, dass der Bachelor «tatsächlich für einen Beruf befähigt». Der Bachelor, der in der Regel nach sechs Semestern an Universitäten und Fachhochschulen abgelegt werden kann, soll auch in der Bundesrepublik zu kürzeren Studienzeiten führen. Dafür sei eine «echte Studienreform» mit einer Überarbeitung der Inhalte erforderlich. Es reiche nicht aus, bei den neuen Studiengängen einfach «ein neues Schild vor die Tür zu hängen».

Eine starre zahlenmäßige Begrenzung beim Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium - wie dies gegenwärtig auch erwogen wird - bezeichnete Einhäupl als «keine gute Lösung». Entscheidend sei, dass der Bachelor seine Bedeutung als berufsqualifizierender Abschluss erhält. Damit sei ganz klar, dass es nur für einen relativ geringen Anteil der Studierenden Sinn machen werde, anschließend Master- Studiengänge aufzunehmen. Wichtig sei dabei die fachliche Qualifikation des Einzelnen. Dafür sollten die Hochschulen selbst Kriterien festlegen.

| pro-physik.de
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaftsrat.de

Weitere Berichte zu: Bachelor Master

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie