Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Boomartige Bewerberzahlen im Fach Medienwissenschaft

05.10.2000


... mehr zu:
»Medienwissenschaft
Das jüngste Fach der Universität Trier, die Medienwissenschaft, sieht sich im dritten Jahr des Bestehens bereits einem unerwarteten Bewerberansturm gegenüber: rund 1.200 Interessenten bewarben sich für das
Wintersemester 2000/01 um die 60 Plätze des Magisterstudienganges, die in einem internen Numerus - Clausus - Verfahren vergeben werden. Waren es im ersten Jahr im Wintersemester noch rund 100 Bewerbungen, stieg die Zahl im zweiten auf 900 und wurde jetzt sogar noch übertroffen.

Damit liegt die Trierer Medienwissenschaft bundesweit gesehen im Trend mit anderen medienorientierten Ausbildungsgängen, die vergleichbare Nachfragen registrieren.

Offensichtlich hat sich bei künftigen Studierenden eine Erwartung eingestellt, dass medienbezogenes Wissen und Medienkompetenz zu unverzichtbaren Schlüsselqualifikationen für die verschiedensten Berufsfelder geworden sind. Medienstudiengänge versprechen eine moderne Form der Allgemeinbildung, die für eine Medien- und Informationsgesellschaft für unverzichtbar angesehen wird. Was gerade den Trierer Studiengang so attraktiv macht ist die Verbindung von Theorie und Praxis, die sich durch die gesamte Studienordnung zieht: Wissenschaftliche Ausbildung und Berufsorientierung sollen gleichermaßen vermittelt werden. So ist ein Medien-Praktikum bereits Voraussetzung für die Zwischenprüfung: Medienpraktische Übungen in allen Mediengattungen sind Bestandteil des Grundstudiums, und ein berufsorientierendes Medienprojekt ist Pflichtveranstaltung im Hauptstudium. In all diesen Lehrveranstaltungen unterrichten neben den Hochschullehrern Medienpraktiker, die die entsprechende Verzahnung mit der Berufsrealität garantieren. Ausgestattet ist das Fach mit einer Print-/Online-Redaktion, digitalen Audioschnittplätzen und Videoschnittplätzen, so dass die Voraussetzungen für multimediale Projekte gegeben sind.

Eine weitere Besonderheit der Trierer Medienwissenschaft, die Studierwillige offensichtlich anspricht, ist die multimediale Ausrichtung: Medienübergreifende Lehrveranstaltungen, eine Online-Redaktion, Multimedia-Projekte garantieren, dass die Entwicklungen im Bereich der neuen Medien integraler Bestandteil der Ausbildung sind. Abgesichert werden diese Lehrinhalte durch verschiedene Forschungsprojekte.

Der in kurzer Zeit entstandene gute Ruf des Trierer Studienganges ist sicherlich auch durch die Web-Präsenz des Faches bedingt: Ein professionelles Layout, mit ständigen Aktualisierungen durch eine feste Online-Redaktion von Studierenden, interaktiven Elementen und ausführlichen Informationen zu Studieninhalten, Projekten und Fachaktivitäten demonstrieren das moderne Selbstverständnis des neuen Studienganges.

Ein Problem derzeit ist die Personaldecke: Nur zwei Professoren und zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, ergänzt durch Lehrbeauftragte, die vorwiegend aus der Praxis kommen, vertreten derzeit das Fach in Forschung und Lehre. Die Qualität der Ausbildung und damit ihre Attraktivität ist künftig nur zu sichern, wenn das Fach nicht zum Massenfach wird, sondern weiterhin entsprechend dem Konzept der Studienordnung angeboten werden kann.

PRESSEMITTEILUNG
UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
54286 Trier
Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47

 Heidi Neyses | idw

Weitere Berichte zu: Medienwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie