Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Human Rights and Democratization" - Urkunden in Venedig vergeben

26.09.2000


Der Dogenpalast in Venedig bildete in der vergangenen Woche die imposante Kulisse - hier erhielten 75 Studierende aus 22 Staaten des Europäischen Aufbaustudiengangs "Human Rights and Democratization" ihre Masterurkunden von Prof. Dr. Volker Nienhaus, Prorektor für Struktur, Planung und Finanzen der RUB. Diese spezielle Ausbildung bieten 15 europäische Universitäten an: neben so traditionsreichen Hochschulen wie Padua, Coimbra, Deusto und Leuven auch die Ruhr-Universität Bochum. Das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der RUB bildet unter anderem mit diesem Studiengang Nachwuchs aus, den die EU, die UNO und weltweite Hilfsorganisationen dringend benötigen.


Experten helfen, Menschenrechte zu schützen

Wahlbeobachtungen durch internationale Organisationen, fact-finding-Missionen und Aufbauhilfen für demokratische Institutionen stehen europaweit auf der Tagesordnung. Die Ansprache des italienischen Verteidigungsministers Mattarella an die frischgraduierten "Masterini" (so die italienische Bezeichnung für die "Master in Human Rights") machte zudem deutlich, dass der Schutz der Menschenrechte heute nicht mehr nur eine Angelegenheit der Außenministerien der EU-Staaten ist. Die NATO-Intervention im Kosovo unterstrich die Bereitschaft der Staatengemeinschaft, gegen Verletzungen grundlegender Existenzrechte von Volksgruppen mit allen Mitteln vorzugehen. Zweifellos spielt der Schutz der Menschenrechte in der heutigen Welt eine zentrale Rolle. Um dies durchsetzen zu können, sind Experten verschiedener Fachrichtungen (z. B. Politik, Recht, Ethnologie) mit einer entsprechenden Zusatzausbildung gefragt.

Von der Graduiertenfeier zum Krisenherd

Symptomatisch für den Bedarf an geschulten Menschenrechtsverteidigern ist das Beispiel einer der in Bochum ausgebildeten Italienerinnen: Sie reiste von Venedig gleich zu ihrer neuen Arbeitsstelle als Delegierte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz nach Genf. Vielleicht wird sie bald im Kosovo, Kaukasus oder in Kolumbien ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zum Schutz der Menschenrechte nachgehen ...

Studienverlauf

Das erste Semester wird jeweils von Hochschullehrern der beteiligten Universitäten in Venedig durchgeführt. Danach entscheiden die Studierenden, an welcher Hochschule sie das zweite Semester absolvieren und die Masterarbeit schreiben. Die beteiligten Hochschulen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das IFHV geht besonders auf den Menschenrechtsschutz in Krisensituationen ein. Im Studienjahr 1999/2000 kamen vier Studentinnen aus Italien, Irland und Spanien an das IFHV und absolvierten das Programm erfolgreich.

Studierende aus jungen Demokratien

Den Aufbaustudiengang "Human Rights and Democratization" hat die EU ins Leben gerufen. Der Erfolg des Programms spricht für sich: Zunehmend kommen Studierende aus den neuen Demokratien Mittelosteuropas, in denen noch viele Probleme im Menschenrechtsbereich zu bewältigen sind. So immatrikulierten sich für das Studienjahr 2000/01 Studierende aus 27 Ländern, u. a. aus Russland, Rumänien und Bulgarien.

Weitere Informationen

Dr. Hans-Joachim Heintze, Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV), NA 02/031, Tel.: 0234/32-27933, Fax: 0234/ 32-14208,

... mehr zu:
»IFHV »Venedig

 E-Mail: hans-joachim.heintze@ruhr-uni-bochum.de;
 Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/

Weitere Informationen finden Sie im WWW:


 Dr. Josef König |

Weitere Berichte zu: IFHV Venedig

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise