Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chemiker gegen Ausländerfeindlichkeit

20.09.2000


Wissenschaftlicher Pressedienst Chemie 48/00 vom 19. September 2000

Chemiker gegen Ausländerfeindlichkeit
Internationalität ist ein

Grundpfeiler erfolgreicher Wissenschaft

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung am 18. September in Bonn eine Resolution gegen Diskriminierung, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit verabschiedet. Sie ruft Wissenschaftler/innen und Studierende auf, durch konkretes Handeln im persönlichen Umfeld Solidarität mit ausländischen Gästen, Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu zeigen.

Anlass dieses Appells sind die sich mehrenden Meldungen von rechtsradikalen Übergriffen auf ausländische Gäste oder Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft. Diese Übergriffe schaden dem Ansehen unserer Gesellschaft, aber auch unserer von internationalen Kontakten lebenden Wissenschaft. Daher will sich die GDCh mit ihren 30.000 Mitgliedern ausdrücklich für Toleranz, Offenheit und friedliches Zusammenleben in diesem Land einsetzen.

Der Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Professor Dr. Gerhard Erker, hatte zuvor in der GDCh-Festsitzung anlässlich der Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte in Bonn die Internationalität als einen essenziellen Grundpfeiler moderner Naturwissenschaften hervorgehoben. Grenzüberschreitendes Handeln werde im fachlichen wie im geografischen Sinne immer wichtiger. Dabei forderte er insbesondere, dass der Anteil begabter Studierender aus dem Ausland an unseren Universitäten gesteigert werden müsse. Außerdem müssten Postdoktorandenprogramme und -initiativen greifen: "Exzellente Forschungsinstitute gibt es in der Chemie und in ihren Nachbardisziplinen in großer Zahl in Deutschland, die bereit sind, begabte Postdoktoranden aus vielen Ländern als willkommene Gäste aufzunehmen."

Es sei Anlass zur Besorgnis, so Erker, dass Berichte über ausländerfeindliche Aktivitäten in unserem Land zunähmen. "In dieser Situation ist es gut zu sehen, wie viele Mitglieder unserer wissenschaftlichen Gesellschaften aktiv mit einem "wehret den Anfängen" diesem unseligen Tun entgegentreten. Ganz im Sinne des GDCh-Verhaltenskodex werden die Mitglieder der GDCh bestärkt, gegen Diskriminierung, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit einzutreten."

Dr. Kurt Begitt |

Weitere Berichte zu: Ausländerfeindlichkeit GDCh Rassismus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie