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ZVS: Noch 4.200 Studienplätze für "Nachrücker"

06.10.2000


4.200 von zugelassenen Bewerbern nicht angenommene Studienplätze für das Wintersemester 2000 sind von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund erneut vergeben worden.

Dortmund. 4.200 Studienplätze in den besonders begehrten Numerus-clausus-Fächern hat die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund zum Wochenende erneut vergeben. Rechtzeitig zum Beginn des Wintersemesters konnten damit im Nachrückverfahren die Plätze wieder besetzt werden, die von zuvor Zugelassenen nicht angetreten wurden.

Hauptgrund für die Nichtannahme eines Studienplatzes ist häufig der noch nicht beendete Wehr- oder Zivildienst. Diese Plätze werden an solche Bewerber vergeben, die zuvor von der ZVS einen Ablehnungsbescheid erhalten mussten.
Unter den Nachrückern sind auch 1.421 angehende Studenten, die von der ZVS einen Studienplatz in einem als Ersatz beantragten Studiengang erhalten. So konnten noch einmal 733 Jura-Studienplätze, 246 Plätze in Betriebswirtschaftslehre und 288 Biologie-Plätze neu besetzt werden. Im Nachrückverfahren prüft die ZVS zuvor noch einmal, ob die Bewerber in ihrem an erster Stelle genannten Studienfach einen Studienplatz erhalten können, ehe sie nach einem Studienplatz in dem vom Bewerber genannten Ersatzstudiengang sucht.

Die meisten Nachrücker gibt es mit 844 im Studiengang Medizin. Über eine Zulassung freuen können sich ferner 458 angehende Psychologen, 227 Pharmazeuten und 214 Architekten.

Durch geänderte rechtliche Regelungen konnte die ZVS den Umfang des Nachrückverfahrens, in dem in früheren Wintersemestern häufig mehr als 6.000 Studienplätze erneut vergeben wurden, zum Wintersemester 2000 deutlich reduzieren. Bereits zum Hauptverfahren hatten die Bundesländer als Träger der ZVS beschlossen, in fünf Numerus-clausus-Fächern (Biologie, Betriebswirtschaft, Lebensmittelchemie, Haushalts- und Ernährungswissenschaften sowie Rechtswissenschaft) auf ein Auswahlverfahren zu verzichten und alle Bewerber zuzulassen.

 Dipl.-Volkswirt Bernhard Scheer | idw

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