Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Multimedia-Journalismus in der universitären Ausbildung

05.10.2000


Studierende des Faches Medienwissenschaft an der Universität Trier produzieren professionelle CD-ROM für ein Medienunternehmen

Das neue berufsorientierende und multimediale Konzept des Trierer Studienganges Medienwissenschaft trägt erste Früchte: Studierende des Faches haben in Kooperation mit der Redaktion des Trierischen Volksfreundes eine professionelle Multimedia-CD-ROM zur 125-jährigen Zeitungsgeschichte des Blattes produziert. In einer ersten Auflage von 3500 wird die CD-ROM ab dem 08. September 2000, dem Tag der Jubiläumsfeier, verteilt und ist dann auch im Internet unter www.125jahretv.de zu finden. Das Projekt ist das Ergebnis eines von Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher angebotenen journalistischen Medienprojektes, das als Seminartyp in der Studienordnung des Faches vorgeschrieben ist.

Fast zweihundert Textseiten, über 70 Audiobeiträge mit einer Gesamtlänge von 55 Minuten und eine viertel Stunde Film in elf Videospots umfasst die von den Studierenden auch selbst recherchierte CD-ROM zur Trierer Tageszeitung und ihrer Geschichte. Wie sich die Zeitung entwickelt hat, wie sie produziert wird, wer die Leser sind und wer die Zeitung macht - das sind Fragen, die auf der CD-ROM behandelt werden. Mit dem Multimedia-Projekt wurde mit Studierenden eine Berufssituation antizipiert, die in den Medienunternehmen derzeit noch kaum etabliert ist. Eine technische Besonderheit der CD-ROM besteht darin, dass sie sowohl auf PCs als auch auf McIntosh-Rechner lauffähig ist.
Die CD-ROM ist das Produkt eines fast einjährigen Projektes im Fach Medienwissenschaft der Universität Trier. Über 20 Studierende des Faches haben in einem ersten Abschnitt im Wintersemester 1999/2000 Online-Zeitungen analysiert, sich mit den neuen Organisationsformen des Journalismus im Internet auseinandergesetzt, diskutiert was Multimedia für den Journalismus bedeutet und diese Ergebnisse per Teleteaching mit ihren Kommilitonen im Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau ausgetauscht. Digitalisierung also auch in der universitären Lehre. Im Sommersemester 2000 entstand, darauf aufbauend, ein Konzept für die Geburtstags-CD-ROM zum 125sten Jubiläum des Trierischen Volksfreundes. Das in mehreren Arbeitsgruppen und Arbeitsschritten entstandene Multimedia-Produkt aus Text, Bild, Film und Ton ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert:
1. Es zeigt, mit welch hohem Engagement und mit welcher Kompetenz Studierende sich mit einer Sache befassen können, wenn diese nicht nur im Elfenbeinturm der Universität verbleibt, sondern sich auf dem publizistischen Markt unter professionellen Ansprüchen bewähren muss.
2. Das Projekt zeigt, wie produktiv es für die universitäre Ausbildung ist, mit Praktikern aus solchen Berufsfeldern zu kooperieren, in denen die Studierenden später tätig werden können. Das gilt sowohl für die Lehrbeauftragten aus den verschiedenen Mediengattungen Print, Hörfunk, Film und Online, die die verschiedenen Projektteile betreut haben, als auch für die Zusammenarbeit mit der Redaktion des Trierischen Volksfreundes.
3. Das Projekt zeigt auch, dass universitäre Forschung und Lehre Entwicklungen vorausdenken kann. Multimedia-Journalismus, wie er in dem Projekt praktiziert wurde, ist im heutigen Journalismus noch kaum umgesetzt, selbst dort nicht, wo digitale Produkte als Online-Angebote erstellt werden.
Studierende und Lehrende haben in der Erstellung der CD-ROM deshalb etwas Neues, Innovatives geleistet: Sie demonstrieren, wie man unter Ausnutzung der verschiedensten Medien, also mit Text, Bild, Ton, Film und Grafik, Vergangenheit und Gegenwart einer Zeitung, sogar mit einem Ausblick in die Zukunft, informativ und unterhaltsam präsentieren kann. Geboten wird ein Blick hinter die Kulissen: auf die Macher hinter der Zeitung, auf die Arbeitsweise in einer Zeitungsredaktion, auf die hochtechnisierte Produktion der Zeitung, auf die Leser und das Verbreitungsgebiet. Dabei wird auch erkennbar wie eng Zeitung und Zeitgeschichte miteinander verwoben sind.
Finanziell unterstützt wurde das Multimedia-Projekt "125 Jahre Trierischer Volksfreund" von der Nikolaus Koch Stiftung.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher
Medienwissenschaft Universität Trier
54286 Trier
Telefon: (06 51) 2 01-36 11/-36 07 (Sekretariat)
Telefax: (06 51) 2 01-36 16
E-Mail: bucher@uni-trier.de
http://www.uni-trier.de/uni/fb2/medien/
http://www.medienwissenschaft.de


PRESSEMITTEILUNG
UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
54286 Trier
Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47

 Heidi Neyses | idw

Weitere Berichte zu: CD-Rom Journalismus Medienwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie