Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni-Forschung setzt auf neue Medien in der Bildung

06.03.2001


Informations- und Kommunikationstechnologien ebnen neue Wege in der Lehre

Viele haben es versucht, sechs Forschungsgruppen der Universität Rostock ist es bisher gelungen, an das Geld aus dem Verkauf der Mobilfunklizenzen heranzukommen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bekanntlich einen beachtlichen Teil des Erlöses erhalten, um den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken und wichtige Weichen für die Spitzenforschung zu stellen. So wurden 400 Mill. DM für ein vierjähriges Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung" bereitgestellt. Wissenschaftler unserer Universität wollten ihre Chancen nutzen und stellten sich mit ihren Forschungsprojekten der Herausforderung. Wichtigstes Kriterium, um an die Forschungsförderung heranzukommen, war die Kooperation mit Forschungsgruppen anderer Hochschulen. So beteiligen sich Wissenschaftler unserer Universität an 16 Forschungsverbünden, von denen bereits sechs Projekte eine Bewilligungszusage durch das BMBF erhalten haben. Alleine für die Universität Rostock wurden bis jetzt immerhin über 4 Mill. DM bewilligt. Dahinter stehen sowohl fast 20 zusätzliche Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter, noch weit mehr Stellen für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte als auch neue und modernste Laboreinrichtungen und hochwertige Arbeitsplätze.
Ein Projekt, "Wissenswerkstatt Rechensysteme", mit einem Gesamtumfang von sechs Mill. DM wird von Prof. Djamshid Tavangarian vom Fachbereich Informatik federführend koordiniert. An dem Projekt sind 12 Universitäten und Hochschulen, mehrere Fachgesellschaften sowie Industrievertreter beteiligt. Ziel dieses bundesweiten Vorhabens ist die Realisierung eines Baukastensystems von multimedialen Lehr- und Lernmodulen im Bereich Technische Informatik. Insgesamt sollen ca. 150 Modelle zur Unterstützung des multimedialen Lehrens und Lernens erstellt werden, die zuerst durch die beteiligten Hochschulen ihrer Aus- und Weiterbildung und danach bundesweit genutzt werden. An eine europaweite Verbreitung ist ebenfalls gedacht. Deshalb wird an der Mehrsprachigkeit der Modelle gearbeitet, was wiederum wichtig für eine spätere EU-Förderung des Projektes ist.
Ein interessantes Projekt in diesem Förderprogramm wird vom Verbund Norddeutscher Universitäten (Bremen, Hamburg, Rostock, Greifswald) durchgeführt. Ein Methodenlehre-Baukasten für die Psychologie, die Erziehungswissenschaften, die Soziologie, die Medizin und die Wirtschaftswissenschaften soll einen wichtigen Beitrag zur Reform von Lehre und Studium in diesen Fächern leisten. Das Projekt beinhaltet interaktive Übungsformen nach dem Konzept des entdeckenden Lernens und stellt einen durchgängigen Anwendungsbezug für die wissenschaftlichen Inhalte her. Federführend ist die Universität Hamburg mit ihrem Interdisziplinären Zentrum für Hochschuldidaktik. Prof. Dr. Peter Forbrig vom Fachbereich Informatik managt die Arbeiten an der Universität Rostock. Außer der Informatik sind in dieses Vorhaben auch die Soziologie, die Medizin und die Wirtschaftswissenschaften eingebunden. Die Besonderheit für Rostock besteht darin, dass Wirtschafts- und Bevölkerungsdaten der Region in diesem Projekt berücksichtigt werden.

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie