Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschulen als Ausbildungsstätten für High-Tech-Gründer

24.02.2003


Große Bedeutung regionaler Hochschulen als Qualifizierungsstätten für Gründer / Studium soll Grundstein für gründungsrelevantes Wissen legen / Thüringer und Dresdner Gründer bewerten regionale Gründungsbedingungen besonders gut / Umfrage des Fraunhofer ISI



High-Tech-Gründer sind sich einig: Wer ein eigenes Unternehmen führen will, sollte das nötige Wissen möglichst früh erwerben - am besten schon in Studium oder Ausbildung, spätestens jedoch während der Gründungsvorbereitung. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, weil zwischen Hochschulabschluss und dem Schritt in die Selbstständigkeit in der Regel mehrere Jahre abhängige Beschäftigung liegen. Doch gerade Entrepreneure, die zuvor lange im Beruf standen, halten es für besonders wichtig, Gründungswissen schon in der Hochschule zu erwerben. Das spricht für den Ansatz von "EXIST - Existenzgründungen aus Hochschulen", ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Als wissenschaftliche Begleitung befragte das Fraunhofer ISI 298 innovative Unternehmen, die zwischen 1996 und 2000 in den fünf EXIST-Regionen gegründet wurden.



Nur wenige Gründer haben direkt nach dem Studium oder nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, die meisten sammelten zuerst Unternehmenserfahrung. Die besondere Rolle der Hochschulen liegt in ihrer Ausbildungsfunktion für High-Tech-Gründer: Über 80 Prozent von ihnen haben einen Hochschulabschluss, meist in ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studiengängen. Viele Gründer sind Absolventen der regionalen Hochschulen. Daher dürften die Anstrengungen von Gründungsinitiativen an Hochschulen, wie EXIST sie fördert, zum großen Teil der betreffenden Region zugute kommen.

Ganz oben auf der Wunschliste der Jung-Unternehmer stehen die Vermittlung von BWL-Kenntnissen in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern sowie die Vermittlung unternehmerischer Schlüsselqualifikationen. Auch die Sensibilisierung für eine Selbständigkeit ist eine Aufgabe, die Hochschulen leisten sollen, um ihre Absolventen besser auf eine Gründung vorzubereiten.

Bei den regionalen Ausgangsbedingungen für die Gründung erhielten alle fünf Regionen sehr schlechte Noten für die Finanzierungsbereitschaft von Kreditinstituten und für den Zugang zu Risiko tragendem Kapital. In anderen Aspekten bewerten die Unternehmen aus dem Raum Dresden und den thüringischen Standorten ihre regionalen Gründungsbedingungen besser als die Unternehmen in den übrigen Regionen. Gelobt wurden dort der Zugang zu Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie das Image des Standorts bei Geschäftspartnern.

Die vollständige Studie "Welche Bedeutung haben Hochschulen für das regionale Gründungsgeschehen?" findet sich auf der EXIST-Internetpräsenz unter www.exist.de oder als direkter Link als PDF-Datei.

Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI erweitert das naturwissenschaftlich-technisch orientierte Fachspektrum der Fraunhofer-Gesellschaft um wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aspekte. Dazu analysiert es technische Entwicklungen sowie deren Marktpotenziale und Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinär zusammengesetzten Teams des Instituts konzentrieren sich insbesondere auf die Bereiche Energie, Umwelt, Produktion, Kommunikation und Biotechnologie sowie auf die Regionalforschung und Innovationspolitik.


Bernd Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.isi.fhg.de/pr/2003de/pri03/pri03.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten