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Akkreditierungsagentur für Chemiestudiengänge

03.01.2001


Akkreditierungsagentur für Chemiestudiengänge
Die A-CBC nimmt ihre Arbeit auf

Am 11. Dezember 2000 hat der von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz eingerichtete Akkreditierungsrat die Akkreditierungsagentur für die Studiengänge Chemie, Biochemie und Chemieingenieurwesen an Universitäten und Fachhochschulen (A-CBC) akkreditiert. Die auf Initiative der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gegründete A-CBC nimmt damit ihre Arbeit auf und wird Bachelor- und Masterstudiengänge akkreditieren. Zehn Chemieorganisationen - die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie, die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie, die DECHEMA, die Konferenz der Fachbereiche Chemie, der Fachbereichstag Chemieingenieurwesen an Fachhochschulen, der Verband der Chemischen Industrie, der Bundesarbeitgeberverband Chemie, die IG Bergbau, Chemie, Energie und der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie - sind Träger der A-CBC.

Die Einführung von Akkreditierungsverfahren für die neuen international ausgerichteten Bachelor- und Masterstudiengänge wurde von der Kultusministerkonferenz im Dezember 1998 beschlossen. Seitdem wurden bereits an einigen Chemiefachbereichen diese neuen Studiengänge etabliert, viele planen, die neuen Studiengänge in naher Zukunft einzurichten.

Die Akkreditierung von Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen stellt gegenüber den bisherigen Genehmigungsverfahren durch die Länderministerien einen Paradigmenwechsel dar. Während die Kultusbehörden in der Vergangenheit hauptsächlich die Einhaltung von Formalien kontrollierten, werden bei der Akkreditierung erstmals auch Lehrinhalte der Studiengänge und die mögliche Berufsqualifizierung einer Bewertung unterzogen. Hierzu werden Gutachter aus Hochschule und Wirtschaft berufen, die nach von der Akkreditierungsagentur festgelegten Richtlinien die Bewertung vornehmen. Die Akkreditierung soll somit ein Qualitätssiegel für den geprüften Studiengang werden.

Mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen werden die Strukturen des Studiums den international üblichen Abschlüssen angepasst. Die Bachelore-Graduierung ist der erste berufsbefähigende Studienabschluss. Das European Credit Transfer System (ECTS) soll die Einrichtung eines europaweit gültigen, nachvollziehbaren und kompatiblen Bewertungssystems für den Transfer und die Anerkennung von Studienleistungen über Credit Points erlauben. Studierenden wird es so ermöglicht, ihr Studium ohne unnötige Zeitverluste an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland zu absolvieren. Die Akkreditierung soll auch dafür sorgen, die neue Vielfalt an Studiengängen nach außen transparent zu machen.

Die Geschäftsstelle der A-CBC wurde zunächst bei der GDCh in Frankfurt eingerichtet. Geschäftsführer ist Dr. Kurt Begitt. Weitere Informationen zur Akkreditierung sind erhältlich bei der A-CBC-Geschäftsstelle, c/o Gesellschaft Deutscher Chemiker, Postfach 90 04 40, 60444 Frankfurt am Main, Tel. 069/7917-326, und über das Internet: www.gdch.de, Stichwort Akkreditierung.

Dr. Kurt Begitt | idw

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