Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweit einmaliges System zur automatisierten Auswertung von Lehrveranstaltungsbewertungen

07.01.2003


Fragebögen von Hand ausfüllen lassen, gesammelt in eine Tabellenkalkulation eingeben, statistisch auswerten und dann für die Präsentation aufbereiten war in der Vergangenheit nur mit erheblichem personellen Einsatz möglich. Am Zentrum für Hochschuldidaktik der Universität Stuttgart wurde nun ein System eingerichtet, das diesen Vorgang fast vollständig automatisiert.



Um die Qualität von Lehrveranstaltungen erfassen und beurteilen zu können, werden an der Universität Stuttgart seit vielen Jahren Studierendenbefragungen in Vorlesungen und Seminaren durchgeführt. In der Vergangenheit wurden dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Fragebögen für die unterschiedlichen Fakultäten und zum Teil sogar für einzelne Lehrveranstaltungen erarbeitet und eingesetzt. Schätzungsweise 80.000 Fragebögen mussten manuell immer wieder ausgewertet werden. Eine Kommission hat im vergangenen Jahr auf Initiative des Prorektors Lehre, Prof. Peter Göhner, ein Konzept ausgearbeitet, das in differenzierter Weise eine standardisierte Befragung ermöglicht. Der Fragebogen zur Lehrveranstaltungsevaluation besteht aus mehreren Modulen, mit denen unter anderem universitätsweite, fakultätsbezogene und dozentenabhängige Daten erhoben werden können.

... mehr zu:
»Fragebogen »Hochschuldidaktik

Zur Auswertung der Fragebögen wurde in Zusammenarbeit mit der Fa. Electronic Paper ein scannerbasiertes EDV-System entwickelt, das ab sofort allen Dozenten der Universität zur Verfügung steht. Die Fragebögen werden von Hand ausgefüllt, eingesammelt, darauf kommt ein standardisiertes Deckblatt und dann wird das Ganze in einen Hochleis-tungsscanner eingelegt. Minuten später liegen die aufbereiteten Auswertungen vor und können per mail an den Dozenten oder die Fakultäten verschickt werden.

Mit der automatisierten und universitätsweit standardisierten Auswertung steht der Universität Stuttgart ein System zur Verfügung, das in dieser Form noch an keiner anderen Universität realisiert wurde. Erstmalig wurden die dezentralen Erhebungen mit einer zentralen und automatisierten Auswertung verknüpft. Auch die ETH Zürich soll bereits Interesse an diesem System bekundet haben.


"Das System für die zentrale automatisierte Auswertung muss aber nicht auf die Auswertung der Lehrveranstaltungsbefragungen beschränkt bleiben", sagt Prorektor Göhner, "es ist ebenso für weitere statistische Erhebungen wie etwa die geplante Erstsemesterbefragung einsetzbar." Die automatisierte Auswertung soll aber noch weiter getrieben werden. Derzeit wird geplant, auch die Datenerhebung online-gestützt über einen Webbrowser durchführen zu lassen.

Die edv-gestützte Auswertung erfolgt am Zentrum für Hochschuldidaktik in der Dillmannstraße. Für Fragen zur Durchführung der Lehrveranstaltungsevaluation wurde eine Internetseite sowie eine zentrale e-mail Adresse eingerichtet.

Kontakt:
Prof. Peter Göhner
Prorektor Lehre
Tel. 0711-685-7300
E-mail: prorektor-lehre@uni-stuttgart.de

Dr. Ulrich Engler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/lehreva

Weitere Berichte zu: Fragebogen Hochschuldidaktik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics