Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Paderborn gründet mit Boeing und drei weiteren Firmen Forschungszentrum - Land übernimmt Geräteausstattung

24.06.2008
Das neue Institut soll bis 2013 ein Gesamtbudget von 11 Millionen Euro haben

Die Unternehmen Boeing, Evonik Industries, EOS Electro Optical Systems und MCP HEK Tooling haben heute mit der Universität Paderborn das Direct Manufacturing Research Centers (DMRC) gegründet.

Die Universität Paderborn hatte sich aufgrund ihrer Forschungskompetenz im deutschlandweiten Wettbewerb um den Standort des Forschungszentrums durchgesetzt. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte bei der Gründung: "Das DMRC hat sich zum Ziel gesetzt, zu einem der führenden Institute auf dem Gebiet des Direct Manufacturing zu werden. Solche Institute der Spitzenforschung brauchen wir, wenn Nordrhein-Westfalen bis 2015 Innovationsland Nummer 1 werden soll."

Das Land verbessert die Ausstattung der Universität Paderborn im Bereich Direct Manufacturing mit 1,4 Millionen Euro. Mit den Mitteln werden Geräte für das DMRC angeschafft und die Grundlage für die Forschungsprojekte des Zentrums geschaffen. Die vier Gründungsunternehmen werden über die Vertragslaufzeit von fünf Jahren insgesamt 2 Millionen Euro in das DMRC investieren. Für Forschungsprojekte des DMRC stellt das Land in den nächsten fünf Jahren bis zu 3,4 Millionen Euro zur Verfügung, sofern die industriellen Partner sich mit weiteren Mitteln in gleicher Höhe beteiligen. Die Partner gehen davon aus, dass das Gesamtbudget des DMRC bis 2013 auf eine Summe von rund 11 Millionen Euro anwachsen wird.

... mehr zu:
»Boeing »DMRC

'Direct Manufacturing' (DM) bezeichnet die automatische, schichtweise Herstellung von Bauteilen auf der Basis eines digitalen Bauplans. In der Regel wird das Werkstück schichtweise wie mit einem Drucker aus Kunststoff- oder Metallpulver aufgebaut. Zum Beispiel kann Kunststoffpulver mittels Laser so in Schichten zusammengeschweißt werden, dass ein Ersatzteil direkt die gewünschte Struktur hat - ohne dass teure Gussformen hergestellt werden müssen.

Ziel des DMRC ist es, die Voraussetzungen für eine breitere Anwendung dieser Zukunftstechnologie zu schaffen. Sie bietet die Chance, hochwertige Arbeitsplätze für qualifizierte Mitarbeiter zu schaffen: Davon kann die starke mittelständische Industrie in ganz Nordrhein-Westfalen und speziell in Ostwestfalen-Lippe profitieren - vom Maschinenbau und der Medizintechnik bis zur Luftfahrt- und Automobilindustrie.

Für ein Unternehmen wie Boeing könnten Ersatzteile für Flugzeuge, die innerhalb kürzester Zeit benötigt werden und die bislang auf Lager vorgehalten werden müssen, günstig und schnell produziert werden. So könnten die Zeiten verkürzt werden, in denen Flugzeuge wegen fehlender Ersatzteile am Boden bleiben müssen und die für die Fluggesellschaften sehr teuer sind. Aber auch in anderen Branchen gibt es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für das Direct Manufacturing.

Neben dem Luft- und Raumfahrtunternehmen Boeing sind bisher der Industriekonzern Evonik Industries, der Kunststoffe für das Direct Manufacturing produziert, sowie die beiden Hersteller von DM-Maschinen EOS Electro Optical Systems mit Sitz in Krailling bei München und MCP HEK Tooling mit Sitz in Lübeck, Industriepartner des DMRC. Weitere Industriepartner sollen dazu kommen, um die Bandbreite der Forschung zu erweitern.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

Weitere Berichte zu: Boeing DMRC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

nachricht Roboter als Förderer frühkindlicher Bildung – Neues Forschungsprojekt an der Uni Paderborn
07.02.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics