Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartiger Rußsensor ermöglicht zeitaufgelöste Messungen

10.11.2005


Spätestens seit in Kraft treten der verschärften Abgasnorm für Diesel-Pkws Anfang 2005 bemühen sich die Automobilhersteller, gesundheitsgefährdende Rußemissionen bei Dieselfahrzeugen zu reduzieren. Ruß lässt sich dann am effektivsten vermeiden, wenn genau untersucht werden kann, wann und unter welchen Bedingungen er in einer motorischen Verbrennung entsteht.



Für derartige Messungen kommt jetzt ganz neue Unterstützung von der HAWK Hildesheim/ Holzminden/Göttingen. An der Fakultät Naturwissenschaften und Technik in Göttingen wurde ein photoakustischer Rußsensor entwickelt, der hochempfindliche zeitaufgelöste Messungen ermöglicht. Mit diesem Sensor kann beispielsweise der Zeitpunkt, zu dem während der motorischen Verbrennung Ruß entsteht, sehr viel genauer bestimmt werden, als mit herkömmlichen Messmethoden. So wurde nachgewiesen, dass bei einem plötzlichen Wechsel vom Teillastbetrieb zu Volllast innerhalb von nur 445ms die Rußkonzentration sehr stark ansteigt.

... mehr zu:
»HAWK »Verbrennung


Das Messprinzip beruht auf der Bestrahlung einer mit Gas gefüllten Resonanzzelle mit einem Diodenlaser. Befinden sich Rußpartikel im Gas, absorbieren diese einen Teil der Laserstrahlen, wobei sich die Partikel erwärmen. Das umgebende Gas dehnt sich in der Folge aus. Die Druckänderung wird über ein Mikrofon als akustisches Signal nachgewiesen.

Die Volkswagen AG hat den Prototypen des Rußsensors auf Motorprüfständen erfolgreich getestet. In einem Anschlussprojekt will man nun die Zusammenarbeit fortsetzen, um den Rußsensor für den industriellen Einsatz fit zu machen. Er könnte bei der Entwicklung neuer Motoren zum Einsatz kommen. Denkbar wäre aber auch ein Direkteinbau in Pkws.
Weitere Anwendungen für das hochempfindliche Rußmessgerät könnten sich zukünftig zum Beispiel auch in der Atmosphärenüberwachung ergeben.

Für das Entwicklungsprojekt spielte die gemeinsame Partnerschaft der Fachhochschule sowie der Volkswagen AG im niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien PhotonicNet eine wichtige Rolle. "Wir konnten zwar auf alte Kontakte zu VW zurückgreifen, aber bei den PhotonicNet-Partnertreffen haben sich regelmäßig und sehr unkompliziert Gespräche - auch mit neuen Ansprechpartnern - ergeben, die das Projekt deutlich vorangetrieben haben." erläutert Prof. Andrea Koch, Projektkoordinatorin an der HAWK.

Kontakt:

Prof. Dr. Andrea Koch
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
- Fakultät Naturwissenschaften und Technik -
Von-Ossietzky-Str. 99
37085 Göttingen
Tel.: (0551) 3705-260
Fax: (0551) 3705-101
eMail: andrea.koch@hawk-hhg.de

PhotonicNet GmbH
Kompetenznetz Optische Technologien
Garbsener Landstr. 10
30419 Hannover
Tel.: (0511) 277 16 40
Fax: (0511) 277 16 50
eMail: anja.nieselt@photonicnet.de

Anja Nieselt-Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.hawk-hhg.de
http://www.photonicnet.de
http://www.photonicnet.de/Members/mustermann/Allgemeine_Dateien/QL6X2C96RS

Weitere Berichte zu: HAWK Verbrennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht 3D-Scans für die Automobil-Industrie
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Jedem Fahrer das passende Fahrzeug
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik