Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikro-Encoder - der richtige Dreh für das Auto

18.01.2002


Moderne Automobile sind mit einer Vielzahl dynamischer Servo-Motoren ausgestattet. Für diese Motoren sowie für Wellen mit hohen Drehzahlen, wie sie beispielsweise in Turboladern zu finden sind, entwickeln drei Projektpartner aus Industrie und Wissenschaft gemeinsam ein miniaturisiertes Winkelmessgerät zur Regelung und Positionierung, sogenannte Mikro-Encoder. Am kommenden Donnerstag, 24. Januar, stellen die Projektpartner in Bodenheim erste Ergebnisse öffentlich vor.

Servo-Motoren bewegen die Fensterheber, sie verstellen auf Knopfdruck Sitze und Spiegel und sie regulieren die Scheinwerfer. Auch in Steuerungsanlagen von Produktionsmaschinen oder Fahrstühlen werden die Mini-Motoren eingesetzt. Für diese Motoren sowie für Wellen mit hohen Drehzahlen, wie sie beispielsweise in Turboladern zu finden sind, entwickeln jetzt zwei Unternehmen gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung ein miniaturisiertes Winkelmessgerät zur Regelung und Positionierung, sogenannte Mikro-Encoder. Mit Hilfe solcher Sensoren nimmt beispielsweise ein Autositz automatisch die - vor der ersten Fahrt eingestellte - optimale Position für Fahrer oder Beifahrer ein. Das im Oktober 2000 gestartete Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderkonzeptes "Mikrosystemtechnik 2000+" unterstützt.

Konventionelle optische Messsysteme basieren auf großen Codescheiben und Glasblenden und bedingen aufwendige Justagearbeiten. Für viele Anwendungen vor allem im Automobil sind diese Systeme zu groß, zu anfällig und zu teuer. Ziel der Projektpartner - die IC-Haus GmbH aus Bodenheim, die Max Stegmann GmbH aus Donaueschingen und das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe - ist ein preiswertes, kleines und hochauflösendes Winkelmessgerät, das auch bei zunehmend höheren Drehzahlen absolut auflösen kann. Der Mikro-Encoder wird nach dem Prinzip der optischen Abtastung funktionieren; die Abtastung erfolgt zentrisch in der Achse der Drehbewegung. Die Projektpartner erwarten von diesem System deutliche Kostenreduktionen bei verbesserter Genauigkeit und Robustheit. Vor allem im Automobil sind damit neue Anwendungen vorstellbar. Im April 2003 sollen die Entwicklungsarbeiten abgeschlossen sein.

Am kommenden Donnerstag, 24. Januar, stellen die Projektpartner ihre Zwischenergebnisse öffentlich vor. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr in den Räumen der IC-Haus GmbH, Am Kuemmerling 18, in 55294 Bodenheim.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt erteilt der Projektträger
VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH


Sven Krüger
Telefon: 03328/435-221
E-Mail: krueger@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw

Weitere Berichte zu: Automobil Drehzahl Mikro-Encoder Winkelmessgerät

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Ansatz im Kampf gegen Prostatakrebs entdeckt

24.05.2018 | Medizin Gesundheit

Konventionelle Antibiotika-Therapie ergänzen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Vom Stroh zum Energieträger: Eintopf-Rezept für Wasserstoffgewinnung

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics