Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Makrolon® für die Automobilverscheibung

10.05.2007
Das bislang größte Dachmodul aus Polycarbonat Exzellente Oberflächenqualität und deutliche Gewichtseinsparung

Er steht für urbane Mobilität und ist wegen seines geringen Kraftstoffverbrauchs und der niedrigen CO2-Emissionen ein Vorbild in Sachen Umweltfreundlichkeit - der neue smart fortwo.

Zu seinen Highlights zählt ein leichtes Dachmodul aus Makrolon® AG2677, einem für die Automobil-verscheibung maßgeschneiderten Polycarbonat (PC) der Bayer MaterialScience AG. "Mit einer Fläche von rund 1,2 Quadratmetern ist es weltweit das bisher größte, mit Polycarbonat in einem Serienfahrzeug umgesetzte Dachmodul", erläutert Dr. Sven Gestermann, Key Account Manager Automotive Glazing für die Region Europa bei Bayer MaterialScience.

Hersteller des Kunststoffteils und Systemlieferant des Panoramadachs ist die Webasto AG mit Sitz in Stockdorf bei München, einer der weltweit führenden Hersteller von Dachmodulen und Sonnendächern für Automobile.

... mehr zu:
»AG2677 »Makrolon® »Polycarbonat
Das Dachmodul wird bei Webasto im Zwei-Komponenten-Spritzpräge-Verfahren
auf einer Spritzgussmaschine mit Wendeplatte gefertigt und anschließend beschich-tet. Im ersten Schuss entsteht die transparente Außenoberfläche aus Makrolon® AG2677, im zweiten der großflächige Rahmen aus Bayblend® DP

T95 MF. Dieses schwarz eingefärbte Blend aus PC und ABS (PC+ABS) wurde von Bayer MaterialScience in Zusammenarbeit mit Webasto speziell als zweite Komponente für diese Anwendung neu entwickelt und ist für großflächige Verscheibungsteile aus Makrolon® AG2677 maßgeschneidert. Zu den besonderen Stärken des Blends zählt das dem PC-Werkstoff angepasste Schwindungsverhalten. "Trotz seiner Größe lässt sich das Dachmodul daher mit nur sehr geringen inneren Spannungen und verzugsarm fertigen. Dies ist mit ein Grund dafür, dass eine exzellente Oberflächenqualität erreicht wird", so Gestermann.

Die Ausführung des Dachelementes in Kunststoff ermöglicht zudem eine erhebliche Gewichtseinsparung - gegenüber einer vergleichbaren Lösung aus Glas um deutlich über 40 Prozent. Dies trägt nicht nur zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch bei, sondern hilft auch, den Schwerpunkt des Fahrzeugs möglichst tief zu legen, was dessen Fahrverhalten und Agilität verbessert.

"Die Gewichtseinsparung, die konstruktiven Gestaltungsfreiheiten und die Möglich-keit, Funktionen wie Befestigungselemente in das Bauteil zu integrieren, waren für uns die wichtigsten Argumente, das Dach in bruchsicherem Polycarbonat umzusetzen", blickt Detlev Penczek, Bauteilverantwortlicher für das Panorama-dach bei smart, zurück.

Bei der Entwicklung von Panoramadächern aus Polycarbonat arbeiten Bayer MaterialScience und Webasto bereits seit Jahren zusammen. "Auch bei diesem Projekt war es für uns wieder von großem Nutzen, auf die Expertise zurückgreifen zu können, die Bayer MaterialScience bei Materialien, Verarbeitung und Analytik besitzt", erklärt Martin Pollak, bei Webasto Leiter für die Entwicklung von Dachmodulen. Der Service von Bayer MaterialScience erstreckte sich über die komplette Prozesskette. So wurde zum Beispiel über rheologische Berechnungen ein optimiertes Angusskonzept ermittelt und mittels mechanischer Berechnungen das statische und dynamische Bauteilverhalten simuliert. Auch bei der Werkzeugentwicklung und beim Anfahren der Bauteil-Serienproduktion standen Experten des Kunststoffherstellers mit Rat und Tat zur Seite.

Was die Größe von Dachmodulen aus Polycarbonat betrifft, sind die Möglichkeiten noch nicht ausgereizt. "Untersuchungen in unserem Hause haben ergeben, dass mit heutigen Materialien und aktuellen Werkzeug- und Maschinenkonzepten der Spritz-prägetechnik spannungsarme Dächer mit einer Fläche von bis zu 1,7 Quadratmetern machbar sind. Damit werden wir dem aktuellen Trend zu großflächigen Panorama-dächern gerecht", so Gestermann.

Er geht außerdem davon aus, dass in künftigen Dachmodulentwürfen noch weitaus stärker die Formgebungsmöglichkeiten und das Integrationspotenzial von Makrolon® AG2677 und Bayblend® DP T95 MF genutzt werden, um Kosten einzusparen und die Gesamtmontage zu vereinfachen. "Wir denken zum Beispiel an die Integration von Dachspoilern, hochgesetzten Leuchten und Komponenten der Reling und des Wassermanagements", so Gestermann.

Über Bayer MaterialScience:

Mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro im Jahr 2006 (fortzuführendes
Geschäft) gehört die Bayer MaterialScience AG zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden.

Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2006 etwa 14.900 Mitarbeiter.

Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Hotline für Leseranfragen:
Fax: (0221) 9902-160

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayerbms.de

Weitere Berichte zu: AG2677 Makrolon® Polycarbonat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leichtbauteile für die Automobilindustrie schnell und günstig fertigen
16.11.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Kabeleigenschaften schnell und einfach bestimmen
02.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie