Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bingen auf dem Weg in die elektromobile Zukunft - Erste Testfahrt eines Elektrobusses in RLP

23.11.2011
Gemeinsame Pressemitteilung der Fachhochschule Bingen, der Stadt Bingen und der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen

Mit der ersten Testfahrt eines Elektrobusses in Rheinland-Pfalz behauptet die Stadt Bingen mit ihren Projektpartnern, der Fachhochschule Bingen und der Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB) eine Vorreiterrolle auf dem Weg in die elektromobile Zukunft.

Das emissionsfreie Fahrzeug des Wiesbadener Unternehmens Contrac Cobus wurde heute im Testbetrieb auf der städtischen Buslinie 604 eingesetzt, die zwischen den Binger Bahnhöfen und der Fachhochschule pendelt.

Für die Testfahrt wurde der flüsterleise Bus von der TSB mit spezieller Messtechnik ausgestattet, mit der der Energieverbrauch des Fahrzeugs entlang der Teststrecke exakt gemessen werden kann. „Problematisch sind hinsichtlich der Nutzung von batterielektrischen Fahrzeugen nach wie vor die Kapazität der Batterien, der Aufbau einer Ladeinfrastruktur, die Kosten der Batterien und auch die Frage nach deren Lebensdauer“, zählt FH-Professor und Koordinator der TSB für Elektromobilität Oliver Türk die Knackpunkte auf. Stramme Kälte und hohes Fahrgastaufkommen, Extremsituationen im Testbetrieb, hatte er sich gewünscht, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erreichen. Der stellvertretende TSB-Leiter Dr. Türk ist zuversichtlich, gemeinsam Lösungen zu finden. Zwischenladungen per Induktion, um den Dauerbetrieb des Busses zu gewährleisten sowie Mietkonzepte für teure Batterien, und damit die Verlagerung des Lebensdauer-Problems auf den Hersteller, wären für Dr. Türk denkbare Möglichkeiten, um den Einsatz eines Elektrobusses für Kommunen zu erleichtern.

„Ich freue mich über den Elan und das große Engagement des Präsidenten unserer FH, mit dem er das Projekt in Verbindung mit der TSB vorantreibt“, so Oberbürgermeisterin Birgit Collin-Langen. „Elektromobilität ist ein wichtiger Part im Rahmen der Klimaschutzinitiative der Stadt Bingen und auch als Leitprojekt aus dem Stadtleitbild entwickelt worden. Mit der FH und der TSB haben wir sogar die idealen Partner vor Ort. Für sie ist ein solches Projekt, wie z.B. der Einsatz eines Elektrobusses ein interessantes und spannendes Forschungsprojekt, das gegebenenfalls im Ergebnis die Stadt Bingen in die Lage versetzen könnte, Vorreiter in Sachen Einsatz von Elektrobussen im ÖPNV in Rheinland-Pfalz zu werden“, wagt Oberbürgermeisterin Collin-Langen einen Blick in die elektromobile Zukunft von Bingen. Als nächster Schritt ist ein Gespräch zur Vorstellung des Leitprojekts im zuständigen Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur geplant, das in Kürze stattfinden wird.

Es sei eine äußerst günstige Situation, dass in Bingen Wissenschaftler und eine den neuen Technologien aufgeschlossene Oberbürgermeisterin an einem Strang zögen, freut sich

FH-Präsident Professor Dr. Klaus Becker, der das Projekt mitgeprägt und das Thema Elektromobilität an der Hochschule zur Chefsache erklärt hat, über den gut funktionierenden Draht zur Stadt. Nicht zuletzt sei der Testbetrieb auch für die Studierenden eine Ergänzung zum Lernstoff und weiteren an der FH laufenden Projekten zur Elektromobilität und vermittle einen Eindruck vom wirklichen Ingenieuralltag, so der Präsident.

Im Vorfeld des eintägigen Praxistests hatte die FH Bingen im Zuge der Umsetzung des Binger Leitbildes das Projekt „Elektromobilität in Bingen“ aus der Taufe gehoben und die TSB mit der Studie beauftragt. Das Ergebnis begeisterte Wissenschaftler und Stadtspitze gleichermaßen: In allen Fahrzeugklassen ist der Einsatz von Elektromobilität für Kommunen interessant. Städtische Gremien und die Stadtspitze legten den Fokus auf den Elektrobus. Die Theorie setzten die Akteure mit dem heutigen Praxisbetrieb entschlossen in die Tat um. Wenn die Ergebnisse des Testtages die Berechnungen und Erwartungen belegen und die Rahmenbedingungen erfüllt wären, könnte in Bingen Elektromobilität im städtischen Personennahverkehr bald die Zukunft sein.

Details zum Fahrzeug:
Fabrikat: Contrac Cobus
Modell: Cobus 2500e
Leistung: 150 kW Maximalleistung
Batteriekapazität: 150 kWh
Raum: 23 Sitzplätze und 42 Stehplätze
Zurzeit Testbetrieb in Offenbach/Hessen
Kontakt für weitere Informationen:
FH Bingen, Kommunikation und Marketing, 06721/409-124, Präsidialsekretariat -402
Wissenschaftl. Koordinator Elektromobilität der Transferstelle Bingen, Prof. Dr. Oliver Türk, 0173/3045997, 06721/98424 0

Stadtverwaltung Bingen, Pressesprecher Jürgen Port, 06721/184 142

Vera Hamm | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-bingen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie